20. Januar 2026 - Dithmarscher Landeszeitung
Übernachtungszahlen in 2025 leicht gestiegen
Büsum TMS-Geschäftsführer Robert Kowitz hielt während des Neujahrsempfangs ebenfalls einen Bericht
Genau wie Bürgermeister Oliver Kumbartzky warf auch Robert Kowitz einen Blick auf 2025 und auf das, was die Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum GmbH in dem Jahr bewegt hat. Zudem gab er einen Ausblick auf das anstehende Jahr.
„Nachdem wir 2024 ein Versuchsfeld mit 240 Strandkörben eingerichtet hatten, bei dem wir den Zugang mit digitalen Schlössern getestet haben, sind nun alle 1500 Strandkörbe über Beachnow buchbar“, so Kowitz. Dadurch sei es möglich, bereits spontan am Frühstückstisch einen Strandkorb zu buchen, der dann für 24 Stunden zur Verfügung steht. „Es ist aber auch weiterhin möglich, an den Strandhäuschen einen Strandkorb zu buchen.“
Auch die Gästekarte für Büsumer und Zweitwohnungsbesitzer gibt es nun digital. Wer sie sich im Watt’n Hus abholt, erhält die analoge Version, aber auch eine PDF. „Das Handy hat man heute immer dabei, das Portemonnaie nicht unbedingt“, so Kowitz.
Zum ersten Mal wird in diesem Jahr auch die sogenannte Business Oase für Interessierte zur Verfügung stehen, die Urlaub mit Arbeit verbinden wollen. Der englische Begriff dafür ist Workation – eine Mischung aus „work“ (Arbeit) und „vacation“ (Urlaub). „Wir haben dafür mit der Stiftung Mensch zusammengearbeitet. Die Strandkörbe sind jeweils mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, um darin autark arbeiten zu können“, sagte Kowitz. Außerdem verfügen die Körbe über Steckdosen, USB-Anschlüsse und LED-Beleuchtung.
Ein weiteres Angebot des TMS trägt den Namen „Büsum 360 Grad virtuell – barrierefrei“. Dafür wurden verschiedene Orte in Büsum gefilmt, die nun über VR-Brillen erlebbar sind.
„Von Jahr zu Jahr haben wir außerdem mehr Veranstaltungen. Für das Konzert von Johannes Oerding haben wir bereits 4000 Karten verkauft. Nachdem das Konzert mit Jan Delay im vergangenen Jahr ausverkauft war, könnte es dazu kommen, dass wir in diesem Jahr bereits zu Ostern ausverkauft sind“, so Kowitz.
Ein Plus war im vergangenen Jahr ebenfalls zu verzeichnen, sowohl bei den Übernachtungen als auch bei den Tagesgästen. „Wir haben etwa 0,2 Prozent mehr Übernachtungen bei weniger Betten“, so Kowitz. Bei den Tagesgästen gebe es ein Plus von sieben Prozent: Erstmals seien die 200.000 geknackt worden.
Der Bürgermeister wies noch darauf hin, dass es 2026 kein Winzerfest geben werde, die Veranstaltungsreihe „Kultur. Sommer. Garten.“ hingegen bleibe Bestandteil des Programms im Sommer.
Kim Malin Bethke
16. Januar 2026 – Dithmarscher Landeszeitung
Gäste aus Dänemark in die Gemeinde holen
Büsum Broschüre soll neue Zielgruppe erschließen
Die Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum GmbH möchte neue Zielgruppen erschließen. Die dänische Broschüre mit dem Titel „Din tyske ferieby ved Vadehavet“ wird zur Urlaubshauptsaison 2026 veröffentlicht. Sie umfasst zwölf Seiten und hat ein DIN-A4-Format. Sie ist auch online auf der Seite www.buesum.de als Download zu finden.
Die erste Auflage umfasst 2000 Exemplare und wird schwerpunktmäßig im Februar auf der Messe „Ferie for alle“ in Herning verteilt werden, um die Dänen dort gezielt anzusprechen. Ziel der Publikation sei es laut TMS, dänische Besucher für einen Erholungsaufenthalt in Büsum zu gewinnen und sie auf die thematischen Schwerpunkte Shoppen, Gastronomie und Wellness aufmerksam zu machen.
„Unsere hochwertige Broschüre positioniert Büsum als lebendige Mischung aus Shopping-Feeling, gehobenem Genuss und Wellbeing am offenen Meer“, sagt Robert Kowitz, Geschäftsführer der TMS, der selbst dänisch spricht.
Neben der Messe in Herning sind Büsum und seine Partner auf dem Gemeinschaftsstand der Nordsee-Tourismus Service GmbH in diesem Jahr auf weiteren Messen vertreten. Dazu gehören beispielsweise die Ferien-Messe in Wien, die FESPO in Zürich und die Urlaubsmesse Reisen in Hamburg.
Eine umfangreiche englische Ausgabe der Broschüre befindet sich zurzeit ebenfalls in der Produktion und wird bis Mai veröffentlicht, so der TMS. Kim Malin Bethke
15. Januar 2026 – Dithmarscher Landeszeitung
Neues Mitglied der Sozialen Allianz
Büsum Tourismus Marketing Service ist nach langjähriger Zusammenarbeit beigetreten
Das Netzwerk Soziale Allianz gründete sich 2012 unter der Regie der Stiftung Mensch und zehn Dithmarscher Unternehmen. Als 34. Mitglied ist nun die Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum GmbH der Sozialen Allianz beigetreten.
Ziel des Bündnisses ist es seit jeher, Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzubringen, Arbeit zu schaffen und gemeinsam Freude zu erleben. „Für uns ist das ein freudiger Anlass, als TMS in diesen erlesenen Kreis aufgenommen zu werden“, sagte Bürgermeister Oliver Kumbartzky, der gemeinsam mit Robert Kowitz die Geschäftsführung beim TMS übernimmt. Den Worten konnte sich Detlef Brünger, Vorstand der Stiftung Mensch, anschließen: „Es ist ein Stück weit überfällig, denn wir gehen schon lange einen gemeinsamen Weg.“
Damit meint er unter anderem die verschiedenen Strandkörbe, die die Stiftung Mensch in der Vergangenheit für Büsum gefertigt hat. Darunter unter anderem der erste Schlafstrandkorb, der orangefarbene Strandkorb als Zeichen gegen Gewalt und auch die sogenannten Workation-Strandkörbe mit Solar, die in dieser Saison für die Öffentlichkeit zur Buchung zur Verfügung stehen. „Der nächste spannende Strandkorb steht auch schon bereit“, sagte Kumbartzky. Was er verraten könne, sei, dass dieser Strandkorb nicht weiß sein werde.
„Wir arbeiten schon lange zusammen. Der nächste Schritt wird sein, auch Menschen mit Beeinträchtigungen bei uns zu integrieren“, so Kowitz. Der TMS wolle Inklusion leben und das auch nach außen zeigen. „Im ersten Schritt sind wir nun aber froh, dass wir Bestandteil der Sozialen Allianz sind.“
Ein Teil der inklusiven Arbeit sei bereits dadurch gegeben, dass der TMS Aufträge erteilt, die in den Werkstätten der Stiftung Mensch für Arbeit sorgt. „Der nächste Schritt ist dann die Integration im Betrieb“, sagte Brünger.
Weitere Mitglieder der Sozialen Allianz sind unter anderem die Lighthouse Hotel GmbH & Co. KG, die Westhof Bio-Gemüse GmbH & Co. KG und die Stadt Brunsbüttel. Die Mitglieder der Sozialen Allianz finanzieren außerdem das Summer Open Air, das größte norddeutsche inklusive Rockfestival. In diesem Jahr ist es für Sonnabend, 29. August, auf dem Gelände des Landwirtschaftsmuseums in Meldorf geplant. Kim Malin Bethke
28. August 2025 – Dithmarscher Landeszeitung
Daten statt Schätzungen
Büsum Die Gemeinde nutzt ein System für tagesaktuelle Informationen zum Gästeaufkommen
Der Tourismus Marketing Service (TMS) nutzt seit vergangenem Jahr das Raten-Management-System von „myrate“, einem Spezialist für touristische Datenlösungen aus Berlin. Seit Juli gehört zum Angebot außerdem der „myrateGästeRadar365“. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Analysetool, das allen, die sich anmelden, eine tägliche, wöchentliche oder saisonale Prognose zum Gästeaufkommen im Ort liefert.
„Wir brauchen solche Daten beispielsweise, wenn wir Veranstaltungen organisieren“, so Robert Kowitz, TMS-Geschäftsführer. Mit Hilfe des Tools sei es möglich, die täglichen Übernachtungszahlen abzulesen und so zu wissen, ob zum Beispiel 16.000 Übernachtungsgäste oder eher 9000 erwartet werden. Genauso gebe es einen Überblick über die zu erwartbaren Tagesgäste, wenn es um Großveranstaltungen wie „Legends at the Sea“ gehe. „Davon profitieren am Ende nicht nur wir als Planer von Veranstaltungen, sondern auch weitere Leistungsträger wie Einzelhändler, Gastronomen oder der Strandkorb- und Fahrradverleih“, so Kowitz. Mit dem „myrateGästeRadar365“ werde für die Betriebe Planungssicherheit geschaffen, die auf Echtzeitdaten basiere und nicht auf Schätzungen. Restaurants und Hotels könnten sich genauso anmelden wie die Kirche, der ÖPNV, die Polizei und der Ordnungsdienst. „Wer weiß, was kommt, kann besser reagieren“, so Kowitz. Nicht jeder habe immer alle Veranstaltungen auf dem Zettel, das Anbaden im Januar würde da beispielsweise mal untergehen.
Er habe auch ein konkretes Beispiel parat. So habe ein Bäcker im Ort auf Grundlage der Daten probeweise einen größeren Einkauf getätigt. Das Ergebnis: ein positives. „Die Brötchen waren trotz anfänglicher Sorge alle weg“, so Kowitz. Das liege unter anderem daran, dass 86 Prozent der Gäste in Ferienwohnungen übernachten. Viele von ihnen würden morgens Brötchen kaufen. An einem Wochenende mit einer größeren Veranstaltung sei es dann sinnvoll, mehr einzukaufen als sonst.
Die Daten können aber nicht nur für den Wareneinkauf genutzt werden, sondern auch für die Personalplanung. Preise könnten dadurch ebenfalls gesteuert, das Marketing angepasst werden. Das System sei als Nebenprodukt von „myrate“ entstanden, habe aber Kowitz’ Meinung nach bereits jetzt seine Berechtigung. „Unser Ziel ist es, Unsicherheit in Planbarkeit zu verwandeln“, sagt Svend Evertz von „myrate“. „Büsum ist damit neben Sylt eine der ersten Destinationen an der Nordseeküste, die den Tourismus in Echtzeit und vorausschauend zugleich managen kann.“
Kim Malin Bethke
21. August 2025
Leuchtfeuer an der Nordsee
Wir wollen Tourismus bewusster und nachhaltiger denken.
Büsum
Die Gemeinde beginnt mit der Umsetzung ihres touristischen Entwicklungskonzepts 2035. Ziel ist es, Büsum zukunftsfähig aufzustellen – sowohl für Gäste und Gastgeber als auch für Einheimische.
Von Kim Malin Bethke
Wir wollen Tourismus bewusster und nachhaltiger denken.
Jörn Zimmermann
Ab September geht es in die Umsetzung: das neue touristische Entwicklungskonzept 2035 für die Gemeinde Büsum. „Wir wollen Tourismus bewusster und nachhaltiger denken“, sagt Jörn Zimmermann (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus und Umwelt.
Das Konzept wurde von der Tourismusmarketingagentur Saint Elmo’s Tourism erstellt, wobei die Erarbeitung in enger Zusammenarbeit mit der Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum GmbH, den Mitgliedern des Arbeitskreises Qualität im Tourismus sowie touristischen Akteuren und Vereinen erfolgt ist.
Handlungsfelder des Tourismuskonzeptes
„Uns ist wichtig, dass es kein Konzept für die Schublade ist“, so Robert Kowitz, Geschäftsführer der TMS. Er sehe die TMS bei der Umsetzung als Trainer, der alle Spieler mitnehmen wolle. Damit die Ideen umgesetzt werden, wurden drei Handlungsfelder erstellt, die nach und nach in den Fokus rücken sollen. Das sind zum einen Marke und Image, zum anderen Daten und Digitalisierung und außerdem regenerative Transformation.
Marke und Image
„Mit Marke und Image werden wir uns ab September für 18 Monate auseinandersetzen“, so Kowitz. Büsum habe sich in den vergangenen Jahren infrastrukturell stark entwickelt, werde jedoch noch nicht als moderner Urlaubsort wahrgenommen. Damit die Gemeinde im Wettbewerb bestehen kann, brauche es eine Marke, die auf dem strategischen Leitbild „Leuchtfeuer für einen regenerativen Nordseetourismus“ aufbauen soll.
„Jedes Handlungsfeld richtet sich an unterschiedliche Personengruppen“, sagt Kowitz. Dementsprechend würden verschiedene Akteure ihre Expertise einbringen können. Außerdem wurden jeweils konkrete Schlüsselmaßnahmen entwickelt. Dazu gehört unter anderem die Weiterentwicklung des Corporate Designs, um die Identifikation von Gästen, Gastgebern und Einheimischen zu stärken. Aber auch ein Kommunikationskonzept steht auf der Agenda. Anhand von Kampagnen sollen Gäste beispielsweise in der Nebensaison angesprochen werden.
Daten und Digitalisierung
Im zweiten Handlungsfeld steht im Mittelpunkt, die digitalen Kompetenzen vor Ort zu fördern, dazu gehören die Qualifizierung, der Wissenstransfer und die gemeinsame Gestaltung des digitalen Wandels mit lokalen Akteuren. Hier soll ein datenbasiertes Destinationsmanagement es ermöglichen, Bewegungs-, Feedback- und Auslastungsdaten für die Lenkung, Planung und Evaluation zu nutzen.
Regenerative Transformation
Bei Handlungsfeld drei stehen Kooperation, Kommunikation und Bildung im Fokus. „Nachhaltigkeit reicht nicht mehr aus – Büsum setzt auf einen konsequent regenerativen Ansatz, der natürliche Lebensräume stärkt, Gemeinschaft fördert und wirtschaftliche Tragfähigkeit schafft“, heißt es im Konzept.
Die Maßnahmen sind in diesem Fall ein Umsetzungsleitfaden, um einheitliche Kriterien und Checklisten einzuführen, sowie ein Produktentwicklungsworkshop mit dem Titel „Finden statt Erfinden“. Hierbei soll auf bestehenden Angebote, Initiativen und Ressourcen geschaut werden, um durch Verknüpfungen schnelle Erfolge zu erzielen und die Wertschätzung zu stärken.
Ziele bis 2035
Das Konzept bietet einen Handlungsrahmen für die kommenden zehn Jahre. Bis 2035 sollen so zum Beispiel mindestens fünf neue touristische Erlebnisse entstehen, die die Nordsee mit mehrals einem Sinn erlebbar machen. „Zudem halten wir den Anteil der Gäste mit einer festen Wiederkehrabsicht bei 75 Prozent. Gleichzeitig soll die Lebensqualität der Bevölkerung gesteigert und ebenfalls mit 1,5 bewertet werden“, heißt es im Konzept.
Genauso sollen klare Strukturen etabliert werden in der Zusammenarbeit zwischen touristischen Akteuren durch regelmäßige Treffen. Kowitz bezeichnet das Konzept und dessen Umsetzung als „Living Prozess“, „der nie ganz fertig sein wird“ und der zukünftig jährlich geprüft, angepasst und der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. „Die erste Möglichkeit dafür bietet sich beim Büsumer Tourismustag am 12. Dezember“, so Kowitz.
25. Juni 2025 – Dithmarscher Landeszeitung
Kooperation im Trauraum
Büsum Vertragspartner unterzeichnen Vereinbarung, um die Tourismusentwicklung voranzutreiben
Mit der Unterschrift der Vertragspartner ist es geschafft: Der Kooperationsvertrag zwischen dem Deutschen Institut für Tourismusforschung der Fachhochschule Westküste (DI Tourismusforschung), dem Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum sowie der Gemeinde Büsum wurde am Dienstag, 24. Juni, signiert. Eigens dafür kamen Prof. Dr. Anja Wollesen, Präsidentin der Fachhochschule (FH) Westküste, Prof. Dr. Bernd Eisenstein, Direktor des besagten Instituts, Robert Kowitz, Geschäftsführer der TMS Büsum sowie Bürgermeister Oliver Kumbartzky (FDP) in den Trauraum des Watt‘n Hus. Statt des Bundes der Ehe wurde dieses Mal jedoch der Grundstein für eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den Unterzeichnern gelegt.
Die Vertragsparteien wollen zusammen neue Impulse für eine nachhaltige, digitale und strategisch fundierte Tourismusentwicklung setzen.„Büsumer Bürger und Touristen sollen gleichermaßen davon profitieren“, sagt Kowitz. Der Tourismus solle in erster Linie für Einheimische sein, so Eisenstein. Zu lange sei der Fokus auf ökomische Ziele gewesen. Bei allen Aspekten solle eine Synergiewirkung entstehen.
Auch betonen die Partner, dass die Akzeptanz der Touristen für Büsum wichtig sei. Sonst sei eine touristische Entwicklung nicht möglich. Eine Ablehnung von Tourismus, wie sie in einigen touristischen Hochburgen mit der Zeit entstanden ist, gilt es zu verhindern. Deswegen müsse der Büsumer Bürger auch was davon haben, denn daraus entwickelt sich Akzeptanz. Kowitz: Das Beherbergungskonzept sei ein Beispiel, um in der Zukunft auf einer Seite genügend Wohnraum zur Verfügung zu haben und auf anderer Seite ausreichend Unterkünfte für Touristen bereitzustellen.
Die genannte Digitalisierung sowie die Nachhaltigkeit seien herausfordernde Transformationsprozesse, so Wollesen. Die FH gebe Impulse, empfange aber auch welche. Es sei ein stetiger Wechsel. „Wir haben als Fachhochschule den Auftrag, einen regionalen Transfer zu bieten.“ Das unterscheide die Hochschule beispielsweise von einer Universität. Von diesem Wissenstransfer könne die Forschung, das Tourismusmanagement sowie die Lehre profitieren. Die Studenten würden praxisnahe Einblicke zum Beispiel durch Praktika, Gastvorträge und Projektarbeiten bekommen. Robin Helbing
9. Mai 2025 – Dithmarscher Landeszeitung
Fachkräfte akut gesucht – und sie hilft
Büsum
In der Gemeinde herrscht viel Potenzial. Davon ist Diana Wieben (48) überzeugt. Sie ist die neue Fachkraft für Fachkräftemanagement. Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung?
Von Jonas Bargmann
Wenn Diana Wieben über Büsum spricht, gerät sie ins Schwärmen. „Hier liegt ein Rohdiamant, der geschliffen werden muss“, sagt die 48-Jährige. Die Betriebswirtin meint damit die guten Voraussetzungen für ein attraktives Leben in der Gemeinde. „Ein Ärztezentrum, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kindergärten gibt es bereits.“
Damit das Leben in Büsum aber noch attraktiver wird, kommt Wieben ins Spiel. Seit 1. Mai hat die Betriebswirtin die Position als Fachkraft für Fachkräftemanagement übernommen. „Ein wenig sperrig“, sagt sie mit einem Lächeln im Gesicht – und recht kryptisch.
Was verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung? Wieben versteht sich – vereinfacht gesagt – als Koordinatorin für Fachkräftemanagement. Sie möchte noch intensivere Netzwerke zwischen Unternehmen schaffen, Impulse geben und beraten. „In der Vergangenheit wurden beispielsweise Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, die sich mit unterschiedlichen Themen befassen, etwa mit der Kinderbetreuung, Sprachkursen oder dem Thema Wohnraum.“
Einige Betriebe wüssten von diesen Angeboten noch nichts. Das soll sich ändern. „Ich werde mich mit vielen Betrieben austauschen, um deren Nöte zu verstehen und passende Angebote zu entwickeln.“
Obwohl Unternehmen teils in Konkurrenz zueinander stehen, möchte Wieben Gemeinsamkeiten schaffen. „Nur, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, werden wir die Probleme lösen“, ist Wieben überzeugt. „Das Thema hat in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen.“
Potenzielle Angebote könnten Workshops sein – etwa dazu, wie ältere Mitarbeiter gewonnen und gehalten, Menschen mit Migrationshintergrund angesprochen oder Qualifizierungsangebote geschaffen werden können. Die Sichtbarkeit von Betrieben könnte ebenfalls zum Thema werden. „Wie schaffe ich es als Unternehmen, dass potenzielle Angestellte auf mich aufmerksam werden?“ Die Krux aus Sicht der neuen Koordinatorin: „Die Unternehmen haben ihr Tagesgeschäft, das sie vollständig beansprucht. Sie können sich nicht um alle Aspekte kümmern.“
Welche Angebote künftig geschaffen werden sollen, ist aber noch offen. Dafür sei die Zeit nach dem Einstiegsdatum noch zu kurz. „Ich möchte mir erst einmal ein Bild von den Betrieben machen.“ Klar ist aber das Ziel, das Wieben verfolgt: Der Fachkräftemangel in der Region soll bekämpft werden. „Und dafür kann ich einen bunten Blumenstrauß an Angeboten bieten.“
Zwischen Urlaub und Alltag – Wieben kennt das Spannungsfeld
Wie wichtig die Fachkräftegewinnung in der Region ist, hat die Vergangenheit gezeigt. Die Politik hat den Weg geebnet, Wiebens Stelle zu schaffen. In enger Zusammenarbeit mit dem Tourismus Marketing Service (TMS) wurde der Posten geschaffen. TMS-Geschäftsführer Robert Kowitz: „Diese Stelle wurde auf die Bedürfnisse Büsums zugeschnitten. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Diana, sie bringt viel Lebenserfahrung und Know-how mit.“
Bevor sie den Job in Büsum antrat, war sie bei der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein dafür zuständig, kleine und mittlere Unternehmen in ausländischen Märkten, etwa in China, sichtbarer zu machen, bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland war sie Projektleiterin für Fachkräfteberatung. Zuletzt arbeitete sie als Wirtschaftsförderin bei der Entwicklungsgesellschaft Westholstein, der Wirtschaftsförderung der Kreise Dithmarschen und Steinburg.
Nun also der Wechsel nach Büsum. Und die Frage nach dem Warum? „Die Gemeinde packt an, erkennt die Probleme, und es ist eine reizvolle Aufgabe“, so Wieben. Sie stammt aus Heide und lebt heute in St. Peter-Ording. „Wie Büsum ist St. Peter-Ording ein Touristen-Hotspot.“ Sie sei davon überzeugt, dass sie das Spannungsfeld kennt, das es aus ihrer Sicht zwischen Touristen und Einheimischen gebe.
In ihrer neuen Rolle, in der sie eine „totale Vorfreude auf das Bevorstehende“ verspürt, möchte sie sich aber vor allem auf Büsum und auf dessen Alleinstellungsmerkmal fokussieren: Büsum vereint die Annehmlichkeiten einer Großstadt – etwa eine gute Infrastruktur – mit dem Charme einer Kleinstadt. Kowitz: „Wir müssen stets das Besondere ins Schaufenster stellen, beispielsweise dass schulpflichtige Kinder kostenlos im Schwimmbad Meerzeit schwimmen können. In Büsum sind die Wege kurz, die Kriminalitätsrate niedrig – und das Leben entschleunigt.“ Auch diese Aspekte sollen helfen, dauerhaft Einheimische zu halten und Urlauber an die Westküste zu locken.
24. März 2025 - Dithmarscher Landeszeitung
Sonne kurbelt Buchungen an
Büsum
Robert Kowitz blickt für 2025 auf einen prall gefüllten Veranstaltungskalender. Sein Ziel ist es, neben der gut laufenden Hauptsaison, auch für die Zwischen- und Randzeiten Gäste zu gewinnen.
Von Kim Malin Bethke
Wir haben viele etablierte Veranstaltungen in Büsum. An denen wollen wir festhalten.
Robert Kowitz, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum GmbH
Die Sonne scheint, und das hat nicht nur Auswirkungen auf die körpereigene Vitamin-D-Bildung, sondern auch auf die Buchungszahlen im Nordseeheilbad. „Wenn das Wetter besser wird, dann buchen die Leute eher“, sagt Robert Kowitz, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum GmbH. Das habe er vor allem in der vergangenen Woche gemerkt.
In diesem Jahr wirke sich vor allem die Lage von Ostern positiv auf die Buchungszahlen aus, denn die Feiertage fallen auf Ende April – und sind somit drei Wochen später als im vergangenen Jahr. „Weit über 70 Prozent der Betten sind zu dieser Zeit schon belegt“, sagt Kowitz. Weitere Buchungen trudeln aber auch jetzt noch ein. „Wir haben bewusst die Playmobil-Ausstellung in die Zeit davor gelegt, um weitere Gäste zu gewinnen.“ Vom 5. bis zum 15. April ist diese im Watt‘n Hus zu sehen.
Die meisten Urlauber kommen nach wie vor aus Schleswig-Holstein, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen. Gerade zur Sommerferienzeit hätten schon viele Familien ihren Urlaub gebucht. „Zu Ende Juli, Anfang August wird es schon schwieriger, eine Wohnung für sechs Personen und mit Seeblick zu bekommen“, sagt Kowitz. Anfang und Mitte Juli hingegen sei noch einiges möglich.
Im Sommer folgen die großen Büsumer Veranstaltungen Schlag auf Schlag. „Das NDR-Festival ist am 12. Juli. Damit würden wir gern noch mehr Leute locken“, sagt Kowitz. Eine Zusammenarbeit gebe es bei dem Festival mit dem Ostseebad Grömitz. Der Familientag am Sonntag, 13. Juli, ziehe ebenfalls zahlreiche Besucher an.
Ein weiterer Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist Legends at the Sea am Freitag, 13. Juni, und Sonnabend, 14. Juni. 5000 Karten seien für den Auftritt von Jan Delay am Sonnabend verkauft. Bereits in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass das Wochenende nach Pfingsten schnell ausgebucht ist – selbst wenn noch nicht feststeht, wer auftritt.
Ein weiteres Beispiel ist die jährliche Kutterregatta im Juli, bei deren Organisation der TMS den örtlichen Regattaverein seit 2024 unterstützt. In diesem Jahr wird außerdem das traditionelle Wattenlaufen 125 Jahre alt.
„Wir haben viele etablierte Veranstaltungen in Büsum. An denen wollen wir festhalten und insgesamt auf Qualität und nicht auf Quantität setzen“, so Kowitz. Denn so langsam komme der Ort an seine Kapazitätsgrenzen. An der Konzertreihe „Kultur.Sommer.Garten.“ solle auch zukünftig festgehalten werden, wenn möglich mit namhaften Künstlern, die ebenfalls Publikum nach Büsum bringen.
Die Taktung der Veranstaltungen sei hoch – insbesondere im Sommer. Erklärtes Ziel der TMS ist es weiterhin, nicht nur die Hauptsaison auszuschöpfen, sondern auch die Randzeiten. Das seien beispielsweise die Zeiten zwischen Ostern und den Sommerferien, vor den Herbstferien und in Monaten wie November, Januar und Februar. Dabei setzen Kowitz und sein Team unter anderem auf Werbung in der Hansestadt Hamburg. „Acht Prozent unserer Gäste kommen von dort. Hamburg ist ein lukrativer Markt, auf dem wir gezielt Werbung für ein Wochenende in Büsum machen“, erklärt Kowitz. Das würde sich gerade im dritten und vierten Quartal anbieten. Neben Hamburgern nutzen zahlreiche Schleswig-Holsteiner die Möglichkeit zum Urlaub im eigenen Land.
Wie es um Weihnachten herum aussehe, das könne Kowitz zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. „Wir stecken unsere Kräfte jetzt erst einmal in den Sommer“, sagt er.
Für den Beginn dieses Jahres liegen die Zahlen bereits über dem Vorjahresniveau. „Wir konnten für Januar und Februar 95.000 Übernachtungen verzeichnen“, sagt Kowitz. Diese verteilen sich auf etwa 27.000 Gäste. Zum Vergleich: 2024 waren es 26.000 Gäste im Januar und Februar.
Neben den steigenden Zahlen bei den Übernachtungen – insgesamt waren es im vergangenen Jahr 2,2 Millionen – verzeichnete auch das Schwimmbad Meerzeit sein erfolgreichstes Jahr. Im Januar und Februar lag die Besucherzahl 2024 bei fast 16.000, diese Zahl sei in diesem Jahr ebenfalls übertroffen worden. „Das zeigt uns, wie attraktiv das Schwimmbad ist – besonders in den kalten Monaten“, so Kowitz. Er zeige sich zuversichtlich für das kommende Jahr, freue sich auf die anstehenden Veranstaltungen.
18. März 2025 – Dithmarscher Landeszeitung
Alles schick macht der März
Büsum
Bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Tourismus und Umwelt waren sich die 25 Anwesenden im Prinzip einig. In Sachen Urlauberzahlen, Übernachtungen und Nachfrage nach Freizeit-infrastruktur gibt es wenig zu meckern.
Von Anette Stührmann
Wir sind der einzige Ort an der Nordsee, der kontinuierliche Steigerungsraten hat.
Robert Kowitz, Geschäftsführer TMS
Bürgermeister Oliver Kumbartzky, der seit Februar im Amt ist, erzählt am Rande der Sitzung, dass er sich mit seiner Familie in Büsum gut eingelebt habe und dass ihm die „bunten vollen Arbeitstage mit einem netten freundlichen Team“ viel Spaß bereiten. Entsprechend gut gelaunt verkündet er bei der Eröffnung der Sitzung: „Büsum erwacht.“ Denn unter anderem mit dem Wassersport gehe es jetzt wieder los. Nach der Winterpause sei alles wieder schick gemacht worden, so zum Beispiel das Becken in der Familienlagune. Dieses sei mit einem Edelstahlgeländer ausgestattet worden. Zudem gehe es auch für die Einzelhändler wieder aufwärts, denn die Bäderregelung gelte ab sofort. Das heißt, dass die Geschäfte sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet haben dürfen.
Nächster Tagesordnungspunkt war der Geschäftsbericht der Betriebsleitung des Kur und Tourismus Service (KTS) Büsum. Robert Kowitz, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum GmbH, sprach über das Marketingkonzept für die Gemeinde. Er berichtete von Werbekampagnen und Fotoshootings, die unter anderem in einem neuen Layout des Magazins „Momente“ mündeten, zudem sei Stoffpuppe „Neele“ als Urlaubssouvenir neu aufgelegt worden und gehe nun noch klimafreundlicher in den Verkauf. Büsum komme jedenfalls gut an, und zwar auch international, zum Beispiel in Dänemark und Österreich. Die meisten Gäste würden dennoch aus Schleswig-Holstein, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen anreisen. „Wir sind der einzige Ort an der Nordsee, der kontinuierliche Steigerungsraten hat“, freut sich der Tourismus-Marketing-Chef. Die Zahlen, die Kowitz bei der Sitzung präsentierte, bestätigen das. So liegt Büsum kontinuierlich bei über zwei Millionen Übernachtungen jährlich, zudem reisten 2024 über 200.000 Tagesgäste an. Insgesamt fast 170.000 Gäste und damit 5000 mehr als im Vorjahr besuchten 2024 das Schwimmbad, und die Einnahmen aus Kurabgaben stiegen um 40 Prozent auf fast acht Millionen Euro.
Der einzige Wert, der in der Büsumer Tourismusübersicht ein Minus aufweist, ist der für die Strandkorbumsätze. Während 2023 über acht Prozent mehr Strandkörbe als im Vorjahr vermietet wurden beziehungsweise dafür entsprechend mehr Einnahmen zu verzeichnen waren, sank der Wert im vergangenen Jahr um zwei Prozentpunkte auf einen Jahresumsatz von 618.000 Euro. Der Umsatzrückgang sei dem kalten Sommer geschuldet, meint Kowitz. Umso wichtiger sei das Indoor-Angebot, sprich die Meerzeit, die damit bei Schlechtwetterphasen allerdings an ihre Grenzen stoße.
Bei der Ausschusssitzung stand zudem noch der Bericht der Klimaschutzmanagerin Kathrin Nagel an, die das integrierte Klimaschutzkonzept der Gemeinde Büsum erarbeitete und unter deren Initiative die Gemeindevertretung das Klimaschutzkonzept im vergangenen Jahr beschloss. Im Zuge der derzeitigen Umsetzungsphase rief Nagel unter anderem zur Teilnahme am Schleswig-Holstein Klimathon auf, der noch bis zum 13. April zu „mehr Klimaschutz im Alltag“ anregt. Mehr Infos dazu gibt es unter www.amt-buesum-wesselburen.de.
Schließlich berichtete Nadine Herrmann, Leiterin der Meerzeit, von der bevorstehenden Dampfbadsanierung im Saunabereich. Dafür werde die derzeitige Vollplastikkabine rausgebrochen, ein Raum aufgemauert, ein Dampfgenerator eingebaut, und Fliesen und Beleuchtung sollen erneuert werden. Herrmann dazu: „Wir wollen ein neues Wohlfühlambiente schaffen.“ Diese Erneuerung sei nach 20 Jahren auch dringend notwendig: „Zumal wir allein im Saunabereich ein Nutzungsaufkommen von ursprünglich 5000 auf inzwischen 48.000 Gäste im Jahr haben.“ Die Sanierungsarbeiten seien für Januar 2026 geplant, da dann sowieso Revisionszeit sei und die gesamte Meerzeit einige Wochen für Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten schließe. Insgesamt werde mit Kosten von 150.000 Euro gerechnet, die größtenteils durch die Kurabgabe finanziert würden. Der endgültige Beschluss zur Genehmigung der Sanierungsmaßnahme stehe zwar noch aus, Herrmann rechnet jedoch damit, dass die Gemeindevertretung der Empfehlung des Ausschusses folgen wird.
21. Dezember 2024 - Dithmarscher Landeszeitung
Watt’n Wert
Büsum
Seit 2003 ist Büsum Nationalpark-Partner des Wattenmeers, das zudem seit 2009 Weltnaturerbe ist. Diese Partnerschaft wird auch noch drei weitere Jahre bestehen. Mindestens.
Von Henning Voß
Wir erzielen mit dem Tourismus etwa 95 Prozent unserer Wirtschaftsleistung.
Hans-Jürgen Lütje
Als das Nordseeheilbad vor gut 21 Jahren diese Partnerschaft einging, befand es sich noch in einer Vorreiterrolle. „Büsum gehörte zu den ersten von damals insgesamt vier Nationalpark-Partnern, heute sind es 200“, so Martin Rimmler von der Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, einem Geschäftsbereich des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN). Rimmler war in das Watt’n Hus nach Büsum gekommen, um die mittlerweile siebte Rezertifizierungsurkunde zu überreichen. In Empfang genommen wurde sie von Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje (FWB), seinem Nachfolger Oliver Kumbartzky sowie dem Geschäftsführer des Tourismus-Marketing-Service (TMS), Robert Kowitz.
Das Zertifikat gilt für drei Jahre, jeder Verlängerung geht eine Prüfung der Umweltverträglichkeit voraus. „Das ist kein Selbstläufer“, hebt Kowitz hervor. „Wir müssen einen umfangreichen Fragenkatalog beantworten.“ Dieser Fragenkatalog enthalte auf 13 Seiten fast 100 Fragen. Die Nationalparkverwaltung will Kowitz zufolge unter anderem wissen, was bislang passiert ist und was für die kommenden drei Jahre vorgesehen ist. Dabei gehe es um realistische Pläne, die umsetzbar sind. „Und es ist eine gute Gelegenheit, uns selbst zu hinterfragen“, sagt Kowitz.
Ein Nationalpark-Partner, der als Urlaubsort das Watt zur Vermarktung nutzt. Ein Widerspruch? Rimmler sieht das nicht so, im Gegenteil: „Büsum trägt die Nationalpark-Partnerschaft in die Öffentlichkeit“, sagte er. „Nationalpark-Partner sind Botschafter für uns.“ Die Gemeinde Büsum sei vorbildlich. „Viele Leistungen werden hier aus Eigenmotivation heraus erbracht“, so Rimmler. Neben der Gemeinde gibt es in Büsum neun weitere Nationalpark-Partnerr. Dazu zählen etwa Restaurants, Hotels und seit etwa einem halben Jahr, genau seit dem 21. Juni, die Jugendherberge. „Die Zusammenarbeit der verschiedenen Nationalpark-Partner ist hier in Büsum vorbildlich“, lobt der LKN-Mitarbeiter.
Das Lob hören Lütje und Kowitz gern. Nicht nur wegen des ökologisch wertvollen und somit besonders schützenswerten Wattenmeeres. Büsum spielt mit etwa 2,3 Millionen Übernachtungen im Jahr in der Touristikliga des nördlichsten Bundeslandes ganz vorne mit. „Wir erzielen mit dem Tourismus etwa 95 Prozent unserer Wirtschaftsleistung“, sagt Hans-Jürgen Lütje. Der gelernte Kaufmann schätzt den Bruttoumsatz dieser Branche im Ort auf etwa 250 Millionen Euro im Jahr. Die Nordseegemeinde hat ein handfestes Interesse daran, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen.
Was das betrifft, macht sich Kowitz für die Zukunft keine Sorgen. „Wir haben von einem externen Gutachter prüfen lassen, wie sich Großveranstaltungen wie Legends at the Sea auf das Wattenmeer auswirken. Das Ergebnis hat uns selbst überrascht: null Prozent.“ Rimmler sieht daher den Grundgedanken des Nationalparks erfüllt: „Die Natur Natur sein lassen, weil sie einen Wert für uns Menschen hat.“
Für Lütje ist die Nationalpark-Partnerschaft zwar wichtig, aber letztlich nicht genug: „Für uns ist diese Partnerschaft ein Baustein,“ sagt er und nennt ein Beispiel aus dem Bereich des Klimaschutzes. „Wir haben vor einigen Jahren die klimafreundliche An- und Abreise eingeführt.“ Damit habe Büsum seinerzeit eine Vorreiterrolle eingenommen. Das Konzept: Die Gemeinde kompensiert den CO2-Austoß, den Urlauber bei der An- und Abreise erzeugen. Das geschieht durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten. Vergangenes Jahr hat die Gemeinde das Konzept überarbeitet und unterstützt nun keine Klimaprojekte im Ausland mehr, sondern vorrangig regionale wie zum Beispiel Moorvernässungen oder Waldanpflanzungen bei Hamburg. Laut buesum.de seien bislang mehr als 4500 Tonnen ausgeglichen worden. Der TMS empfiehlt an der Stelle, statt mit dem Auto mit der klimafreundlicheren Bahn anzureisen.
Beim Klima- und Umweltschutz ist Büsum demnach auf einem guten Weg, zumal es mittlerweile laut Kowitz ein 300 Seiten umfassendes Klimaschutzkonzept gibt. Gleichwohl nennt der Cheftourisitker Bereiche, in denen künftig weitergearbeitet werden soll: „Es gibt zum Beispiel ein Verkehrskonzept.“ Darin werde genannt, was noch gemacht werden könne. Als weiteres Beispiel nannte Kowitz weitere Maßnahmen zur Müllvermeidung.
2027 steht die nächste Rezertifizierung an. Büsum hat jetzt drei weitere Jahre, um dem Natur- und Klimaschutz im Ort weiteren Feinschliff zu verpassen.
1. Oktober 2024 – Dithmarscher Landeszeitung
Neuheit Workation-Strandkorb
Büsum Arbeiten und Urlauben in der Business Oase
Büsum setzt neue Maßstäbe im Bereich des modernen Arbeitens und Urlaubs mit der Einführung der Business Oase Büsum. In Büsum wurden die ersten autarken Workation-Strandkörbe der Welt von Büsums Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje, Robert Kowitz, Geschäftsführer des Tourismus Marketing Services Büsum (TMS), Detlef Brünger, Vorstand der Stiftung Mensch, Elia Noffke, Teamleiter Tischlerei Stiftung Mensch, Mitarbeiter der Stiftung Mensch und Pressevertretern präsentiert, und 2025 stehen davon vier und zwei Meeting-Strandkörbe auf der Watt’n Insel, die es ermöglichen, Arbeit und Erholung in perfekter Harmonie zu verbinden.
Workation, ein Begriff, der die Verschmelzung von „Work“ und „Vacation“ beschreibt, wird in der Business Oase Büsum neu definiert. Hier können Interessierte inmitten der malerischen Kulisse der Nordsee arbeiten, während sie gleichzeitig die Vorzüge eines Urlaubs genießen. Die innovativen Workation-Strandkörbe, die von der Stiftung Mensch in Meldorf produziert werden, sind mit modernster Solartechnologie ausgestattet und bieten eine nachhaltige Lösung für alle, die ihre Work-Life-Balance optimieren möchten.
Die Business Oase Büsum umfasst nicht nur die vier neuen Workation-Strandkörbe, sondern auch zwei Meeting-Strandkörbe sowie vier bereits etablierte Schlafstrandkörbe und eine Strandkorbsauna. Diese einzigartige Kombination macht die Business Oase Büsum zu einem unvergleichlichen Ort für kreative Meetings, entspannte Arbeitsstunden und erholsame Pausen am Strand. Auf Initiative der Tourismusverantwortlichen Robert Kowitz (TMS Büsum) und Büsums Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje hat die Stiftung Mensch die Idee aufgenommen, einen Workation-Strandkorb, der autark am Strand stehen kann, mit Solareinheiten und Batterie zu produzieren, um mit Meeting-Strandkörben das Angebot an der Familienlagune in Büsum komplett zu machen. So etwas gibt es auf der Welt kein zweites Mal.
„Wir sind stolz darauf, mit der Business Oase Büsum ein Konzept zu präsentieren, das es Familien ermöglicht, gemeinsam Zeit zu verbringen, während die Eltern in einem inspirierenden Umfeld arbeiten können“, erklärt Robert Kowitz, Geschäftsführer der TMS Büsum. „Ein herzliches Dankeschön geht an Herrn Noffke, dessen visionäre Ideen und unkonventionellen Ansätze diese Einmaligkeit in Büsum geschaffen haben.“ Die technischen Details sind beeindruckend: Jedes Modell ist unter anderem mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet, die eine Leistung von 400 Watt Peak bieten, und verfügt über 230-Volt-Steckdosen sowie USB-Anschlüsse. Alle weiteren Informationen zur Business Oase Büsum werden zeitnah auf der Homepage www.buesum.de bekannt gegeben. Maike Otto
17. September 2024 - Dithmarscher Landeszeitung
Gute Zahlen und hohe Auslastung
Büsum
Mit dem Ende der Ferien und der Kernzeit der Urlaubszeit blickt Robert Kowitz, Geschäftsführer des Tourismus Marketing Service, auf die bisherige Tourismussaison in diesem Jahr zurück.
Von Tim Schäfer
Wir haben momentan eine Übernachtungs-Steigerung von knapp drei Prozent.
Robert Kowitz, Geschäftsführer Tourismus und Marketing Service Büsum
Dass die Sommerferien am Ende sind, lässt sich in Büsum erkennen. Denn die Demografie der Urlauber hat sich seitdem verändert. Während der Schulferien sind viele Familien mit Kindern im Nordseeheilbad. Sind diese zu Ende, ändert sich das Alter der Besucher. „Jetzt sind die Senioren da“, sagt Robert Kowitz, Geschäftsführer des Tourismus und Marketing Service Büsum (TMS).
Der Tourismus-Chef blickt auf die bisherige Tourismussaison in diesem Jahr zurück. „Die war für Büsum sehr gut“, sagt Kowitz. Denn die Zahlen sind gestiegen. „Wir haben momentan eine Übernachtungs-Steigerung von knapp drei Prozent“, sagt Robert Kowitz. Insgesamt gibt es fast 1,6 Millionen Übernachtungen insgesamt, Stand Ende August. Im Juli und August, den beiden für den Tourismus wichtigsten Monaten, ist das Nordseeheilbad fast vollständig ausgebucht – zwischen 95 bis 97 Prozent.
Das Reiseverhalten der Besucher sei sehr unterschiedlich. Zur Hauptsaison, also der Ferienzeit, werde immer noch sehr frühzeitig gebucht, sagt der Tourismus-Chef. „Ansonsten wird es immer dynamischer.“ Dafür nennt Kowitz folgendes Beispiel: „Gäste buchen heutzutage sogar mehrere Standorte, wenn sie einen Wochenendausflug machen wollen und stornieren dann bis zu einer Stunde vorher den einen Standort und fahren zum anderen.“ Das habe es früher nicht gegeben, so Kowitz.
Ein Trend, der sich feststellen lasse, ist die kürzere Aufenthaltsdauer der Touristen. Diese liege zwischen fünf und sieben Tagen. Kürzere Urlaube seien aber kein Problem für Büsum. Denn in der kürzeren Urlaubszeit würden die Gäste mehr Geld ausgeben.
Jeweils 20 Prozent der Gäste kämen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Außerdem sei der Anteil von Gästen aus Schleswig-Holstein mit einem Anteil von etwa 15 Prozent recht hoch, so Kowitz. Ihm sei kein weiterer Ort im Land bekannt, wo dies der Fall sei.
Während die Zahlen im Bereich Tourismus im Land eher sinken, kann Büsum noch ein Wachstum verzeichnen. „Büsum kommt natürlich zugute, dass wir in den vergangenen Jahren viel in die Infrastruktur investiert haben“, sagt Robert Kowitz. Außerdem wirbt der Badeort verstärkt für sich. Zum Beispiel mit sogenannter „Out-of-Home-Werbung“ – der Werbung im öffentlichen Bereich – in Hamburg.
Ein weiterer Grund für die hohe Attraktivität bei Urlaubern sei das Angebot im Bereich der Veranstaltungen. Dadurch seien ganzjährig Reiseanlässe für die Besucher gegeben. Insgesamt spielt außerdem das Wetter eine Rolle.
Ebenfalls vom Wetter abhängig ist die Strandkorbnutzung. Insgesamt 1600 bis 1800 Strandkörbe stehen zu Höchstzeiten am Strand in Büsum, erklärt Robert Kowitz. Die Auslastung sei dabei sehr unterschiedlich. Bei gutem Wetter sei diese sehr hoch. Dennoch gebe es eigentlich immer die Möglichkeit, noch einen Strandkorb buchen zu können.
Im September wird die Zahl der Strandkörbe zunächst reduziert, bevor sie komplett entfernt und eingelagert werden. „Wir sind jetzt nach und nach dabei, die Strandkörbe abzufahren, sodass wir nachher im Oktober, so wie es vorgegeben ist, alle Strandkörbe vom Strand haben“, sagt Kowitz. Hintergrund ist die Sturmflutsaison. Alles Bewegliche müsse dann vom Deich runter, so Kowitz. Ab April werden die Strandkörbe dann wieder aufgestellt.
Eine Prognose für das kommende Jahr kann Robert Kowitz noch nicht abgeben. Aber bereits jetzt läuft die nächste Saison schon an. „Wir merken jetzt, dass die Hauptsaison schon frühzeitiger gebucht wird, alles andere ist aktuell noch nicht abzusehen.“
20. Juli 2024 – Dithmarscher Landeszeitung
Touristenhochburgen richten die Augen auf Familien
Kinder als Kernkompetenz
Büsum Als Tourismushochburg setzt Büsum nicht nur auf Übernachtungsgäste, sondern wie andere Urlaubsorte in Dithmarschen auch auf den Tagestourismus. An der Stelle kommen die Dithmarscher ins Spiel, die einmal einen Abstecher in das Nordseeheilbad machen wollen. Denn als Strandort hat Büsum die Familien im Blick, Tourismuschef Robert Kowitz bezeichnet das Entwickeln attraktiver Angebote für Kinder als Kernkompetenz des Tourismus Marketing Services (TMS). „Wir gucken, mit welchen Sachen, wir die Kids abholen.“
Spätestens mit der Eröffnung der Familienlagune im Jahr 2013 ist der Blick zur jungen Zielgruppe gestiegen. Seither ist der Strandtag am Meer mit Sand und verschiedenen Spielmöglichkeiten verbunden. Doch für die vier Euro, die jeder Besucher am Tag als Kurabgabe entrichten muss, hat der Ort noch weitere Familienangebote, die Dithmarscher Kinder an Schlechtwettertagen in den Ferien aufsuchen. Zum Beispiel gibt es für Mädchen und Jungen bis zum Alter von zwölf Jahren im Watt’n Hus die Tobehalle Neeles Spielehafen. Für Jugendliche sind Airhockey und Tischtennis im Keller. Außerdem steht eine Spielekonsole bereit. Das sei das, was bei der Zielgruppe gefragt ist. „Das ist spannend mitanzusehen: Oma und Opa lesen Zeitung, und die Kids sind unten und spielen“, sagt Kowitz über das Konzept, im Watt’n Hus für jede Generation etwas zu bieten.
„Wir gucken genau, wer unsere Zielgruppen sind“, sagt Kowitz. Die Analysen sind wichtig für das Angebot, insbesondere die Veranstaltungsplanung. Dort bietet Büsum in diesem Sommer zum Beispiel jeden Dienstag die Benjamin-Blümchen-Kinderdisco zwischen 18 und 19 Uhr an. „Das ist etwas für Kinder bis acht, neun Jahre“, sagt Kowitz.
Als Tourismuschef hebt er die Museen, das Aquarium und Tagestouren der Reeder vor, die für die Kinder noch in Büsum zu entdecken sind – dann allerdings nicht immer für den ganz schmalen Geldbeutel.
Um mit den Veranstaltungen und der Infrastruktur auf aktuellem Stand zu sein, bespricht Kowitz mit seinem Team einerseits wöchentlich, was auf dem Programm steht, und andererseits plant die TMS langfristig, sitzt schon an dem Plan für den Sommer 2025. Burkhard Büsing
18. Juni 2024 – Dithmarscher Landeszeitung
Erfolgreiches erstes Halbjahr
Büsum ereignisreicher Mai sorgte für hohe Übernachtungszahlen
Im Ausschuss für Tourismus und Umwelt stellte Robert Kowitz von der Tourismus Marketing Service (TMS) GmbH den aktuellen Geschäftsbericht vor. Das nahmen die Ausschussmitglieder als Anlass, um über den veranstaltungsreichen Mai zu diskutieren und darüber, ob das in Zukunft anders gehandhabt werden sollte.
Andra Hansen (CDU) vom Hotel Zur alten Post merkte an, dass das Wochenende, an dem in Büsum das „Legends at the Sea“-Festival ausgerichtet wird, besser ausgelastet sei als jegliche Feiertage. „Dieses Jahr war der Mai mit Himmelfahrt, Pfingsten und dann noch Legends at the Sea sehr voll. Es wäre nicht schlecht, wenn sich das in Zukunft nicht so ballen würde“, sagte sie. Dieser Wunsch stellte sich relativ schnell als schwierig heraus, denn das Festival werde bereits seit mehreren Jahren traditionell auf das Wochenende nach Pfingsten gelegt. „Dementsprechend buchen sich die Besucher auch schon ein Jahr im Voraus ein Hotelzimmer oder eine Ferienwohnung für diesen Zeitraum“, sagte Kowitz.
Dass das Festival sich in Büsum längst etabliert hat, zeigen auch die Zahlen, die Kowitz präsentierte. So waren am Freitag etwa 5000 Besucher da, am Sonnabend circa 6500. „Der neue Ansatz am Freitag, eher etwas für das ältere Publikum zu bieten und sich am Sonnabend an die Jüngeren zu richten, hat gut geklappt“, sagte Kowitz. Im Juli folgen noch weitere Großveranstaltungen, zum Beispiel das NDR Festival mit Städtewettkampf am 13. Juli. Büsums Konkurrent ist dabei das Ostseebad Grömitz. Weiterhin stehen noch die Kutterregatta, 19. bis 21. Juli, und „N-Joy The Beach“, 24. August, an. Bei Letzterem wurde mit der Band Twocolors auch schon der erste Musik-Act verkündet, die zwei weiteren Künstler werden am 29. Juli benannt.
Was ebenfalls gut laufe, sei die autarke Strandkorbvermietung. „Wir haben ein Feld mit 240 Strandkörben, die flexibel vom Frühstückstisch aus gebucht werden können“, erklärte der Geschäftsführer der TMS. Aktuell funktioniere das System gut. Abzuwarten sei aber, ob das immer noch so sein wird, sobald im Sommer mehr Urlauber in der Gemeinde sind.
Insgesamt stehe das Jahr im Vergleich zu den vorigen sehr gut da. Die Tagesgäste seien noch etwas verhalten, das habe aber laut Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje (FWB) einen einfachen Grund: das Wetter. „Die wichtigen Monate kommen erst noch, und wir haben schon jetzt 34.000 Übernachtungen mehr im Vergleich zu 2023“, so Kowitz. Als Vergleichsjahr wurde vor Corona immer 2019 herangezogen, mittlerweile stehe 2022 als „spektakulär gutes Jahr“, so Lütje, zur Verfügung.
Kim Malin Bethke
20. April 2024 - Dithmarscher Landeszeitung
Veranstaltungen als Urlaubermagnet
Büsum
Das vergangene Jahr war für Büsum das mit den meisten Übernachtungszahlen überhaupt. Dieses läuft noch besser. Zumindest bisher. Um den Aufwärtstrend aufrecht zu erhalten, plant Büsum Veranstaltungen.
Von Anna-Lena Sieber
Robert Kowitz ist zufrieden. „Die Buchungslage zu Himmelfahrt und Pfingsten ist sehr gut“, sagt der Geschäftsführer des Tourismus-Marketing-Services Büsum. Die Auslastung liege jetzt schon bei 81 Prozent. „Und das ist ja noch eine Weile hin.“ Für den Sommer sehe es ebenfalls gut aus. Vor allem die kostengünstigen Varianten würden oft weit im Voraus gebucht.
„Das vergangene Jahr war das Beste“, sagt Robert Kowitz auf die Buchungslage bezogen. Insgesamt habe es 2,2 Millionen Übernachtungen gegeben. Mit rund 375.600 Übernachtungen war der August der stärkste Monat. Gefolgt vom Juli mit rund 340.000 Übernachtungen. 177.000 von den 2,2 Millionen Übernachtungen seien Camper gewesen.
Und bisher sieht es so aus, als würde es in diesem Jahr noch mehr Gäste nach Büsum ziehen. In den schon abgeschlossenen Monaten betrage die Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahr zwei bis drei Prozent. „Damit läuft dieses Jahr noch besser.“ Das liege vor allem an den großen Anstrengungen, die Büsum bezüglich der Infrastruktur auf sich genommen habe.
Vor allem die Meerzeit biete den Urlaubern seit ihrer Wiedereröffnung vor zwei Jahren auch im Winter Angebote. Der gastronomische Bereich sei ebenfalls ausgeweitet worden. „Wir haben jetzt mehr, aber auch hochwertigere Gastronomie, die ganzjährig geöffnet hat“, sagt Robert Kowitz. Insgesamt seien es 96 gastronomische Betriebe. Inzwischen habe die Hälfte davon auch im Januar und Februar geöffnet.
Zu den Anstrengungen, die Infrastruktur zu verbessern, gehörten darüber hinaus die Klimatisierung des Watt‘n Hus und neue Displays, auf denen Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten angezeigt werden. Der Brunnenplatz, an dem seit zwei Jahren gebaut wird, werde in den nächsten vier bis sechs Wochen ebenfalls wiedereröffnet. Die Gemeinde baut dort einen Wasserspielplatz für Kinder.
Eine Herausforderung für die kommende Saison sei, die Auslastung in der Nebensaison zu verbessern. „Wir sind im Sommer zu 100 Prozent ausgelastet“, sagt der Marketingexperte. Im Januar und Februar seien es nur 40 bis 50 Prozent. „Da spielt eine Menge Musik.“ Und das im wortwörtlichen Sinne. Denn um die Gäste zu den Nebenzeiten in das Nordseeheilbad zu locken, plane das Tourismusmarketing verschiedene Veranstaltungen. „Die wollen wir nutzen, um Reiseanlässe zu schaffen.“ Im Winter gebe es deshalb viele Veranstaltungen im Watt‘n Hus. „Da ist alles querbeet dabei“, sagt Robert Kowitz. Neben Konzerten gebe es Comedy-Auftritte, um Urlauber und Einheimische zu unterhalten. Auch die Lichterwochen im November führten zu erhöhten Besucherzahlen.
Aber nicht nur im Winter brechen die Übernachtungszahlen ein. „Alles, was zwischen den Ferien liegt, ist schwierig.“ Auch da hat sich das Tourismus-Marketing etwas einfallen lassen. Ein Beispiel dafür ist die Konzertreihe Legends at the Sea, in deren Rahmen Ende Mai wieder bekannte Rock- und Popstars nach Büsum kommen. Im Juli nimmt Büsum gemeinsam mit Pinneberg und dem Ostseebad Grömitz am NDR-Festival teil. „Die Zahlen beweisen, dass wir, wenn Legends at the Sea stattfindet, im Vergleich zu anderen Küstenorten die höchste Auslastung haben“, sagt Robert Kowitz.
Alleinstellungsmerkmal Büsums sei der Watt‘n Lauf mit Musik. Den hat Büsum vor 124 Jahren erfunden. Seitdem wird er regelmäßig veranstaltet. Nächstes Jahr steht das 125-jährige Bestehen an. „Dass der so alt ist, haben wir erst kürzlich herausgefunden“, sagt Robert Kowitz. „Da haben wir alte Chroniken gewälzt.“
Den Personalmangel im Küstenort wolle das Tourismus-Marketing in dieser Saison ebenfalls angehen. „Der breitet sich nämlich nicht nur in der Gastronomie aus, sondern auch im Einzelhandel und im Handwerk“, sagt Robert Kowitz. Büsum habe einen Förderantrag gestellt, um die Stelle eines Kümmerers zu schaffen. „Der soll eine Arbeitgebermarke Büsum schaffen.“ Zu seinen Aufgaben wird unter anderem gehören, Übernachtungsmöglichkeiten für Arbeitende in Büsum zu koordinieren und Angebote für etwa Sprachkurse bekannt zu machen
09.12.2022 NWZ
Nach 13 Jahren - Butjadingens Tourismus-Chef verabschiedet sich
Eyleen Thümler
Nach 13 Jahren verlässt Tourismus-Geschäftsführer Robert Kowitz die Nordsee-Halbinsel Butjadingen.
Butjadingens Tourismus-Chef Robert Kowitz hat gekündigt und verlässt die Nordsee-Halbinsel. Diese Nachricht verkündete er nun ganz überraschend. Doch was sind die Gründe?
Butjadingen Nach mehr als 13 Jahren endet in Butjadingen ein großes Kapitel: Tourismus-Geschäftsführer Robert Kowitz verlässt die Nordsee-Halbinsel. Er möchte sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen. Die Nachricht hatte er am Mittwochabend während der Sitzung des Aufsichtsrats verkündet.
Verlust für die Gemeinde
Für die Gemeinde Butjadingen und damit für den Bürgermeister Axel Linneweber, steht nun die Aufgabe bevor, eine Nachfolge zu finden. „Ich freue mich sehr für Robert Kowitz. Für die Gemeinde Butjadingen ist es aber natürlich ein Verlust“, sagte Axel Linneweber am Donnerstag. Er hofft auf einen nahtlosen Geschäftsführerwechsel. Die Stelle soll so schnell wie möglich ausgeschrieben werden.
Robert Kowitz freue sich auf seine neuen Aufgaben. „Trotzdem ist ein Abschied nach so langer Zeit natürlich nicht leicht“, sagte er. Der genaue Zeitpunkt seines Weggangs sowie die neue Wirkungsstätte möchte er voraussichtlich im Januar bekannt geben. Zwar gibt es eine Kündigungsfrist von einem halben Jahr. Wenn möglich, könnte er sich aber vorstellen, seine neue Stelle schon früher anzutreten. „Das alles werden wir in den nächsten Wochen besprechen“, sagte Robert Kowitz. Wichtig sei ihm vor allem, dass die touristische Perspektive fortgeführt wird. Seine beiden Stellvertretungen und alle Abteilungsleiter seien sehr gut eingearbeitet. Auch er selbst möchte die nächste Zeit dazu nutzen, eine Nachfolge zu finden und einen nahtlosen Wechsel zu gewährleisten.
Formularende
Der 50-Jährige blickt auf eine anspruchsvolle, aber sehr erfolgreiche Zeit in Butjadingen zurück. Er stammt aus Husum und hat ein duales Studium an der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Lübeck mit betrieblicher Ausbildung bei der Kurverwaltung in Büsum absolviert. Bevor er 2009 die Stelle als Tourismus-Geschäftsführer in Butjadingen antrat, war er als Leiter des Kurbetriebes Ostseebad Laboe (Kiel) und als Kurgeschäftsführer auf der Nordseeinsel Pellworm tätig.
Zu Beginn seiner Zeit in Butjadingen hatte Robert Kowitz seine Ziele klar definiert. Eines davon war es, Butjadingen zum Übernachtungsmillionär zu machen. Denn damals lag die Zahl der Übernachtungen noch unter 950 000. Diese Zahl zu steigern, ist ihm im Laufe seiner Tätigkeit gelungen. Und nun konnte er sogar einen Rekord verkünden: 1,3 Millionen Übernachtungen pro Jahr können mittlerweile in Butjadingen verzeichnet werden.
Viele Projekte
Während der vergangenen 13 Jahre konnte Robert Kowitz zudem zur Optimierung der Mobilität und zum Ausbau der Gastronomie in Butjadingen beitragen. Auch die Einführung der digitalen Gästekarte war sein Steckenpferd.
Das Lieblingsprojekt der vergangenen zehn Jahre aber, sagt Geschäftsführer Robert Kowitz, war die räumliche Zusammenführung aller Mitarbeiter im Tourismuskompetenzzentrum im Haus des Gastes. Aus altem Gebäudebestand wurden modernste Räumlichkeiten, die das Wohlfühlen, Arbeiten und Teamgefühl der Mitarbeiter deutlich förderten. Rückblickend kann Robert Kowitz nach eigenen Worten sagen, dass er den Tourismus auf der Nordsee-Halbinsel Butjadingen so geordnet und erfolgreich übergibt, wie er zu keinem anderen Zeitpunkt in den vergangenen 20 Jahren war.
NWZ
05.12.2022
Gemeinde Butjadingen verzeichnet Übernachtungsrekord
Horst Lohe
Die Gemeinde Butjadingen verzeichnet in diesem Jahr einen Übernachtungsrekord. Und schon jetzt gibt es zahlreiche Buchungen für die nächste Saison.
Butjadingen Besser geht’s nicht: Das regionale touristische Konzept für die Nordsee-Halbinsel Butjadingen ist frisch überarbeitet und schon wird es in einem zentralen Punkt von der Wirklichkeit bestätigt. Denn wie Tourismus-Geschäftsführer Robert Kowitz im Finanzausschuss des Gemeinderates mitgeteilt hat, legt die Zahl der Übernachtungen schon in diesem Jahr 2022 deutlich zu: im Vergleich zu 2019 – dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie – um stolze 70 000. Bis Jahresende dürfte – das ist deutlich besser als erwartet worden war – die Marke von 1,3 Millionen Übernachtungen erreicht werden. Das ist ein neuer Rekord.
Stetige Verbesserung
Laut Tourismuskonzept will Butjadingen bis zum Jahr 2025 mehr als 1,4 Millionen Übernachtungen erreichen. Die Steigerung soll außerhalb der Sommermonate erzielt werden. Damit soll die Infrastruktur für Einheimische und Gäste finanziert werden können und Zuzug generiert werden. Alle Marketingmaßnahmen müssen gemäß Konzept auf dieses Wachstum sowie auf stetige Qualitätsverbesserung als oberste Ziele ausgerichtet werden.
Für das bevorstehende Jahr 2023 sind, so sagt Robert Kowitz schon heute, „sicher mehr als 1,3 Millionen Übernachtungen“ zu erwarten. Darauf deuteten auch die bereits vollzogenen Buchungen hin. In den Corona-Jahren 2020 und 2021 waren schmerzliche Einbußen zu beklagen: Im Vergleich zu 2019 mit damals 1,23 Millionen Übernachtungen sank die Zahl 2020 stark auf 1,069 Millionen und verharrte 2021 auf 1,09 Millionen. Für den Tourismus-Geschäftsführer besteht kaum Zweifel, dass im nächsten Jahr trotz Energie- und Inflationskrise tatsächlich mehr als 1,3 Millionen erreicht werden. Denn von den fünf großen Neubauvorhaben privater Investoren für insgesamt etwa 1080 Betten, die im Jahr 2019 grünes Licht von der Gemeinde bekommen hatten, wird einiges bald buchbar sein.
Formularende
Großer Stellenwert
So sind die 40 geplante Einzel- und Doppelhäuser im „Hafendorf“ in Fedderwardersiel bereits realisiert. Erwartet wird im nächsten Jahr die Fertigstellung zahlreicher Ferienwohnungen in Tossens. Die Zimmervermittlung der gemeindeeigenen Tourismusgesellschaft hat ihren Umsatz auf mehr als 1,3 Millionen Euro gesteigert. Tendenz: wachsend. Gemäß Tourismuskonzept soll der Umsatz im Zeitalter extremer medialer Veränderungen durch verbesserte Online-Buchbarkeit erhöht werden.
Der Zimmervermittlung und ebenso der Marketingabteilung wird daher großer Stellenwert zugesprochen. Denn von ihnen sei auch der Erfolg vieler Leistungsträger abhängig. Für das Buchungsvolumen lautet das Ziel, den Umsatz auf mehr als 1,5 Millionen Euro zu steigern. Diesem Ziel kommen die vier Mitarbeiterinnen schon jetzt recht nahe. Aktuell liegt der Umsatz bei 1,433 Millionen Euro.
„Im Sommer könnten wir noch mehr buchen, wenn wir noch mehr Unterkünfte hätten“, sagt Leiterin Jana Müller. Der Erfolg wird durch Ausspielen des Butjadinger Portals auf sämtlichen wesentlichen Internet-Buchungsplattformen erreicht. Gäste können zudem persönlichen Kontakt zu Vermietern knüpfen. Vermieter müssen nicht mit jedem einzelnen Portal Verträge abschließen. Laut Tourismuskonzept ist „das maritime Erlebnis an der Nordsee das Hauptargument einer Reise nach Butjadingen.“
Neues Vorhaben
Zu den zentralen neuen Vorhaben gehört das Projekt „JadeCycleCircle“. In Eckwarderhörne sollen der Fähranleger und die Fährverbindungen der Rad- und Personenfähre Warrings durch dieses Projekt in Kooperation mit Nordenham, Wilhelmshaven und den Jadebusen-Anrainer-Gemeinden weiterentwickelt sowie Barrierefreiheit ausgebaut werden. In einen neuen Fähranleger sollen mehr als zwei Millionen Euro investiert werden. Der Finanzausschuss des Gemeinderates hat dem Tourismus-Konzept einstimmig zugestimmt.
09.11.2022
NWZ
Regenbogen AG - Campingplätze in Butjadingen unter neuer Regie
Christoph Reiprich
Vier Campingplätze in der Gemeinde Butjadingen erhalten einen neuen Betreiber. Die Mietverträge mit der Firma Knaus laufen am Jahresende aus. Nun wurden die neuen Verträge unterschrieben.
Butjadingen „Kleiner Vorgeschmack auf den großartigen Urlaub“ – das steht auf einer Weinflasche, die Vertreter der Regenbogen AG einer Delegation aus Butjadingen geschenkt haben. Anlass war die am Dienstag erfolgte Vertragsunterzeichnung zwischen der Butjadingen Kur und Touristik GmbH (BKT) und dem Kieler Unternehmen, das die Campingplätze in Burhave, Burhaversiel, Fedderwardersiel und Tossens zum Jahresbeginn 2023 pachtet.
„Ein toller Tag für Butjadingen. Wir sind fest davon überzeugt, dass es mit dem neuen Partner in der Gemeinde vorangehen wird“, sagt Butjadingens Bürgermeister Axel Linneweber. Die Verhandlungen mit der Regenbogen AG seien fair und vertrauensvoll verlaufen. Da bei der Erstellung des Vertragswerks auch die Interessen des II. Oldenburgischen Deichbandes berücksichtigt werden mussten, habe der Prozess mehr Zeit als üblich in Anspruch genommen. „Camping in Butjadingen wird nun auf eine neue Ebene gestellt“, ist sich das Gemeindeoberhaupt sicher.
Mietverträge laufen aus
Davon ist auch Ralph Krümpelmann vom BKT-Aufsichtsrat überzeugt. Gemeinsamen mit weiteren Vertretern aus Butjadingen hatte er die Regenbogen-Anlage in Boltenhagen (Schleswig-Holstein) besucht. „Ein sehr gepflegter Platz. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit der Regenbogen AG.“
Formularende
Bis zum Jahresende sind die vier Campingplätze noch an die Helmut Knaus KG verpachtet, die den Platz in Eckwarderhörne weiterhin betreiben wird. Diesen hat das Unternehmen nämlich 2006 von der BKT gekauft. Die Flächen in Burhave, Burhaversiel, Fedderwardersiel und Tossens gehören der BKT, die sich nach einer Konzept-Präsentation im September 2021 gegen den bisherigen Pächter und für die Regenbogen AG entschieden hatte. „Die Zusammenarbeit ist auf 15 Jahre ausgelegt und wird im Optimalfall um zehn weitere Jahre verlängert“, sagt BKT-Geschäftsführer Robert Kowitz.
Regenbogen-Vorstand Rüdiger Voßhall und Sohn Marc, der Mitglied der Geschäftsleitung ist, haben viele Ideen für die Campingplätze in Butjadingen. „Im ersten Schritt wollen wir aber lernen und die Gespräche mit den Dauercampern suchen. Es ist uns sehr wichtig, sie in die Veränderungsprozesse einzubinden“, sagt Marc Voßhall. Die Chefs setzen mit Stephan Jürgens einen Regionalmanager vor Ort ein, der für die über 1000 Stellplätze verantwortlich sein wird.
Wie viele Mitarbeiter die 1991 gegründete Regenbogen AG in Butjadingen beschäftigen wird, ist noch nicht absehbar. „Das hängt davon ab, wie genau wir die Öffnungszeiten gestalten und ob Aufgaben an externe Dienstleister ausgelagert werden“, sagt Sprecherin Stina Klingbiel. Unklar sei auch noch, ob ein großes Team, das für alle vier Anlagen zuständig sein wird, oder jeweils vier kleine Teams installiert werden. „Das wird sich alles in den kommenden Wochen klären.“
Tapas-Bar in Tossens
Rüdiger Voßhall ist bestrebt, Camping zum Erlebnis zu machen. „Campingplätze sind ein Hotel, zu dem die Menschen ihre Zimmer mitbringen“, meint er. Viele wollen dabei auf einen gewissen Luxus nicht verzichten. Die Regenbogen AG habe bereits über eine Million Euro in die Weiterentwicklung der Plätze in Butjadingen investiert. Unter anderem wurden mobile Rezeptionshäuschen, mobile sanitäre Anlagen, Komfortbäder zur individuellen Nutzung, digitale Schrankensysteme und Camping-Butler zur vollautomatischen Campingkassettenreinigung bestellt. Auch die Hauptgebäude sollen laut Marc Voßhall weiterentwickelt werden. In Tossens sei ein gastronomisches Angebot wie eine Tapas-Bar und eine Vinothek denkbar.
15.04.2022 NWZ
Touristen-Lenkung Urlaubsströme werden in Echtzeit erfasst
Lutz Timmermann
Butjadingen wird ein immer beliebterer Urlaubsort. Touristen können mittels App und Lenkungssystem schnell erkennen, ob sich eine Reise zu einem der Hotspots lohnt.
Butjadingen „Noch ist alles grün“, sagt Robert Kowitz am Donnerstagvormittag beim Blick auf sein Handy. Der Geschäftsführer der Butjadinger Tourismusgesellschaften hat eine App geöffnet, auf der er die Auslastung der verschiedenen touristischen Einrichtungen in Butjadingen verfolgen kann.
„Wir können alles in Echtzeit sehen“, freut sich Kowitz über die Einführung der digitalen Besucherlenkung in Butjadingen. Sichtbaren Ausdruck finden wird diese Neuerung zunächst in Stollhamm. Zwischen dem 19. und 26. April soll bei der Avia-Tankstelle von Sascha Becker eine zwei Meter hohe und einen Meter breite Tafel mit einer LED-Anzeige aufgestellt werden. Wie die NWZ berichtete, sollte die Anzeigetafel eigentlich bis Ostern stehen, doch führte die Standortwahl in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zu leichten Verzögerungen.
Suchfahrten entfallen
Die Strände in Burhave, Tossens und Eckwarderhörne, die Nordseelagune in Burhave und der Hafen in Fedderwardersiel werden angezeigt und je nach Auslastungsgrad rot für „stark besucht“, gelb für „mäßig besucht“ und grün „für wenig besucht“ unterlegt sein. „In Stollhamm erhält der Tourist den letzten Input für die Wahl seines Zielortes“, sagt Robert Kowitz. Unnötige Suchfahrten könnten somit entfallen, sieht der Geschäftsführer der Tourismus-Service Butjadingen GmbH & Co. KG und der Butjadingen Kur und Touristik GmbH darin auch einen Beitrag zum Klimaschutz.
Die LED-Tafel, die spätestens Anfang Mai „scharf“ geschaltet wird, ist nur ein Teil des Systems, das Robert Kowitz mit einem Quantensprung im Web-Zeitalter von 2.0 auf 4.0 beschreibt. Sensoren erfassen schon seit Ende März zum Beispiel an den Stränden, an der Nordseelagune, im Hafen Fedderwardersiel, an der Kunstpromenade zwischen Burhave und Fedderwardersiel, im Langwarder Groden, bei der Spielscheune in Burhave und an den Parkplätzen die Besucherströme, die dann auf einer PWA-App zusammengeführt und abrufbar sind. Diese Progressive-Web-App ist eine Symbiose aus einer klassischen Webseite und einer mobilen App. Gäste können auf den Veranstaltungskalender, auf Fahrradtouren, Veranstaltungskalender oder ihre individuellen Merklisten auch dann zugreifen, wenn sie kein Netz haben.
Anonymität gewährleistet
Die Informationen über die Besucherzahlen in den Destinationen, aktuelle Veranstaltungen, Ausflugstipps, Hochwasserzeiten und Schiffsbewegungen sind auch auf Multimediascreens beim Wattführerhäuschen in Eckwarderhörne, bei der Tourismusinfo im Center Parcs und am Kreisverkehr am Deich in Tossens, beim Nationalparkhaus in Fedderwardersiel und in Burhave auf der Besucherplattform auf dem Deich, in der Tourismusinfo und in der Spielscheune abrufbar.
Die Sensoren können lediglich erkennen, ob und wie viele Personen, Autos oder Wohnmobile sich an einem bestimmten Abschnitt aufhalten, betont Robert Kowitz. Es würden keinerlei persönliche Daten erfasst, sichert der Geschäftsführer Anonymität zu.
12.03.2022 NWZ
Jade-Rundweg Ab 2026 Fährverkehr von April bis Oktober
Lutz Timmermann
Auf dem Radweg aus Richtung Schleswig-Holstein über Bremerhaven nach Ostfriesland ist Eckwarderhörne derzeit noch Endstation. 2025 oder 2026 soll damit Schluss sein: Die Fährverbindung nach Wilhelmshaven soll wieder aufgenommen werden.
Der Jade Cycle Circle ist ein bedeutsamer Radweg, an dem unter anderem Nordenham, Butjadingen und Wilhelmshaven beteiligt sind. Ein Fähranleger soll den Lückenschluss des Radwegs herstellen.
Eckwarderhörne Sollte der Landkreis Wesermarsch bereit sein, der Gemeinde Butjadingen „Finanzschwäche“ zu bescheinigen, stehen die Chancen gut, dass die „Zukunft Umwelt Gemeinschaft“ in Berlin den geplanten neuen Fähranleger in Eckwarderhörne – wie berichtet – zu 100 Prozent bezahlt.
Um die 2,5 Millionen Euro teure Infrastrukturmaßnahme vollständig fremdfinanziert zu bekommen, muss die Gemeinde Butjadingen als Antragsteller auftreten. Die Butjadingen Kur und Touristik GmbH (BKT) würde nur 80 Prozent Fördermittel erhalten. „20 Prozent Unterschied, also 500.000 Euro, sind schon viel Geld“, warb der Geschäftsführer der Butjadinger Tourismusgesellschaften, Robert Kowitz, im Finanzausschuss des Rates der Gemeinde Butjadingen dafür, dass die Gemeinde für ihre kommunale Gesellschaft als Antragsteller einspringt.
Einstimmige Empfehlung
Einstimmig empfahl der Finanzausschuss in seiner Sitzung am Donnerstagabend im Rathaussaal in Burhave dem Gemeinderat, in der Sitzung am 21. März diese Vorgehensweise zu beschließen. Weitere Voraussetzungen nannte Gemeindekämmerer Bernd Rummel in der Ausschusssitzung: Die komplette Zuarbeit für dieses Projekt muss bei der TSB liegen und der Gemeinde dürfen über den Einsatz personeller Ressourcen hinaus keine weiteren Kosten entstehen.
Die wiederbelebte Fährverbindung würde den Lückenschluss in einem regional, national und international bedeutsamen Radwegenetz herstellen. „Jade Cycle Circle“ (Jade-Rundweg) heißt das Projekt des Umweltverbundes in der Modellregion Jadebusen, an dem sich neben Butjadingen noch Nordenham und Wilhelmshaven beteiligen.
Die Absicht ist, das Radfahren zu fördern, Autofahrten einzusparen und so den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Butjadingen, Nordenham und Wilhelmshaven haben einen sogenannten Verbundantrag mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von drei Millionen Euro gestellt.
Die Errichtung des barrierefreien Anlegers ist der mit Abstand größte Baustein in dem Projekt. Neben dem Anleger werden weitere infrastrukturelle Einzelmaßnahmen wie die Errichtung von Fahrradstationen in Eckwarderhörne und Wilhelmshaven mit abschließbaren Fahrradboxen und Ladestationen für E-Bikes entstehen.
Saisonausweitung
Die Fährverbindung war seit gut vier Jahren weitgehend unterbrochen, weil das Fährschiff „Harle Kurier“ der Reederei Warrings mit Sitz in Carolinensiel nur noch an zwölf bis 16 Tagen im Jahr zwischen Eckwarderhörne und Wilhelmshaven Personen befördern konnte. Grund dafür waren die auf beiden Seiten unzulänglichen Anlegestellen. In Wilhelmshaven wurde jetzt am Südstrand ein neuer Anleger gebaut.
Ab Fertigstellung des „schwimmenden“ Anlegers in Eckwarderhörne – Kowitz rechnet damit 2025 oder 2026 – muss die Reederei Warrings sich verpflichten, die Fährlinie mindestens fünf Jahre lang zu bedienen. Mit der Reederei wurde bereits eine Saisonausweitung besprochen, sagte Kowitz. Statt bisher drei Sommermonate im Jahr soll die Fähre möglichst ab Ostern bis in den Oktober hinein verkehren. Besprochen wurde außerdem eine intensivere Nutzung des Anlegers zum Beispiel durch Ausflugsfahrten. Robert Kowitz sieht dafür einen wachsenden Markt in Butjadingen.
05.02.2022 NWZ
Millionen-Investition für die Nordsee-Lagune
Futuristische Neubauten auf Vier-Meter-Wurt
Lutz Timmermann
So soll die Nordsee-Lagune mit den beiden Neubauten aussehen: Auf dem Dach des hinteren Gebäudes ist eine Panorama-Sauna geplant. Das jeweilige Erdgeschoss befindet innerhalb der Wurt.
Bild: Tourismus-Service Butjadingen
Für die Nordsee-Lagune plant die Butjadinger Kurgesellschaft eine Millionen-Investition. Dafür müssen aber Zuschüsse fließen.
Burhave Eine Investition im unteren zweistelligen Millionenbereich soll dem Tourismus in Butjadingen einen neuen Schub verleihen. Pläne für zwei Neubauten an der weltweit einzigartigen Nordseelagune in Burhave liegen bereits vor.
Der Arbeitstitel für das ambitionierte Projekt lautet „Weiterentwicklung der Nordseelagune Butjadingen zum Ganzjahres-Thalasso-, Bade- und Gesundheitscenter“. Im Eingangsbereich zur Lagune soll ein neues festes Gebäude entstehen. Es wird auf einer vier Meter hohen Wurt errichtet und durch einen „unterirdischen“ Eingang in der Wurt zu betreten sein.
Großes Gradierwerk
Diese Ebene ist von der Begrifflichkeit her das Erdgeschoss, in dem sich der Kassenbereich, ein Kiosk, Umkleiden, Duschen und Technikräume befinden sollen sowie der Aufgang zum 1. Stock. Der Clou dieses Neubaus wird ein in der Mitte angeordnetes Gradierwerk sein, das sich über beide Geschosse erstreckt.
Dieses Bauwerk wird nach Auskunft des Geschäftsführers des Tourismus-Service-Butjadingen (TSB), Robert Kowitz, sechsmal größer werden als das dort vorhandene Gebäude mit Eingangsbereich, Gastronomie im Erdgeschoss und auf der Dachterrasse. Der Bau aus dem Jahr 2007 soll abgerissen werden. Von hier bis zur Promenade direkt am Wasser soll die vier Meter hohe Wurt aufgeschüttet werden, auf der direkt gegenüber vom Wattensteg der zweite Neubau geplant ist.
Dieses futuristische Gebäude wird nach Ansicht von Robert Kowitz „noch spannender“ als der vordere Neubau. In diesem Bau soll im ersten Stock ein Wellnesscenter mit Anwendungen von Heilsole und Heilschlick sowie zertifiziertem Nordseewasser eingerichtet werden. Diese Therapieangebote sind Voraussetzung für die Anerkennung von Burhave als Nordseeheilbad.
„Unendlicher“ Pool
In einem 85 Quadratmeter großen Infinitypool – das ist Englisch für Unendlichkeitsbecken – werden die Gäste in Richtung Wattensteg schwimmen können mit dem Gefühl, dass der Pool direkt in die Nordsee mündet. Ebenfalls im ersten Stock – durch die Wurt vier Meter über Niveau – beginnt ein Schwimmbecken, dessen 125 Quadratmeter große Fläche drinnen anfängt und draußen Richtung Lagune fortgesetzt wird. Dieses Becken wird als Schlicklandschaft angelegt und richtet sich insbesondere an Kinder.
Auf der anderen Seite des Neubaus ist die Kurmittelabteilung mit Heilanwendungen geplant. An der Stirnseite wird eine Gastronomie mit Sicht auf das Wasser eingerichtet. Als weiteres Highlight soll auf dem Dach des ersten Stocks die Panoramasauna mit Blick auf die Nordsee und die vorüberfahrenden Kreuzfahrt- und Containerschiffe entstehen. Mit dem Sauna-Aufbau wird dieses Gebäude 14,95 Meter – einschließlich 3,80 Meter Wurt – hoch sein. Im unterirdischen Erdgeschoss sind Umkleiden, Personal- und Lagerräume angeordnet.
Ein Leuchtturm-Projekt
Beide Neubauten erhalten jeweils Außenterrassen und werden durch Wege miteinander verbunden sein. Die Lage beider Gebäude auf der Wurt dient dem Schutz vor Hochwasser und ermöglicht somit den ganzjährigen Betrieb von Kurmittelabteilung, Sauna und Gastronomie. Planentwürfe des Architektenbüros „Polyplan Kreikenbaum“ aus Bremen liegen vor.
„Die Anlage muss ein Leuchtturmprojekt sein. Sie soll alles überragen, was es bislang an der Nordsee gibt“, erhofft sich Robert Kowitz spätestens ab 2025 einen Vorteil im heiß umkämpften Markt um Urlauber.
17.07.2021 NWZ
Tourismus in Butjadingen
Kutterhafen soll ganzjährig erlebbar und (fast) autofrei werden
Detlef Glückselig
Der Fedderwardersieler Hafen soll ein Arbeitshafen bleiben – aber einer, der ganzjährig erlebbar und für Gäste noch attraktiver ist.
Der Kutterhafen in Fedderwardersiel ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen Butjadingens. Er soll noch attraktiver werden. Nach zwei Workshops liegen nun die ersten konkreten Ideen vor.
Fedderwardersiel Die Sache hätte eigentlich schon weiter gediehen sein sollen, aber Corona hat Zeit gekostet. Die holen die Beteiligten nun wieder rein, indem sie die Schlagzahl erhöhen. Im Rathaussaal in Burhave fand innerhalb von kurzer Zweit der zweite Workshop statt, bei dem es um die Zukunft des Fedderwardersieler Hafens ging. Ende des Jahres soll ein fertiges Konzept für die Neugestaltung vorliegen. 2022 sollen die ersten konkreten Maßnahmen umgesetzt werden.
Der beschauliche Kutterhafen, der mitunter so beschaulich eben gar nicht ist, gehört zu Butjadingens wichtigsten touristischen Anziehungspunkten. Die angestrebte Weiterentwicklung, die den Hafen noch attraktiver für Gäste machen soll, hat bei Tourismus-Service Butjadingen eine entsprechend hohe Priorität.
Ideen konkretisiert
Die TSB hat zwei Fachbüros damit beauftragt, den Prozess zu begleiten. Es sind die auf Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und Mediation spezialisierte SWUP GmbH mit Sitz in Quickborn und Berlin sowie die in Köln und Potsdam ansässige ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH. Die Zeit des Lockdowns, in der Präsenztreffen nicht möglich waren, hat die SWUP genutzt, um mit mehr als 50 Akteuren Interviews zu führen. Die Ergebnisse bildeten die Basis für eine erste Ideensammlung, die im Juni bei Workshop Nummer 1 im Mittelpunkt gestanden hatte. Beim zweiten Workshop wurden diese Ideen nun konkretisiert. Eine dritte Zusammenkunft soll es im September geben. Dieses Treffen wird bereits dazu dienen, alle Ideen in ein Gesamtkonzept zu gießen, das dann bis zum Jahresende vorliegen soll.
Formularende
Deichband, Entwässerungsverband, die landeseigene Hafengesellschaft N-Ports, Fischer, Gastronomen und andere Hafennutzer sowie Anlieger: Die Mischung der Akteure, die bei den Workshops am Tisch sitzen, ist bunt, und es sind nicht zwangsläufig alle Interessen deckungsgleich. Dennoch haben sich laut TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz bereits einige gemeinsame Ziele herauskristallisiert. Ein wichtiges Thema ist dabei die Verkehrslenkung.
Ordnung statt Wildwuchs
Autos sollen aus dem Hafen weitgehend verbannt werden. Wo jetzt auf der Ostseite noch Stellplätze sind, sollen eines Tages Gäste mit einem Kaffee oder einem Bier auf Plateaus sitzen und den Blick über den Hafen schweifen lassen können. Auf der Westseite sollen nur noch die Autos derer stehen dürfen, die dort „dienstlich“ etwas zu suchen haben – etwa die Kutterfischer oder die Mitarbeiter der Baufirma Haye. Statt dass andere Autos kreuz und quer parken, könnten auf der Westseite mobile Hütten einen festen Platz finden, die Kunsthandwerker und andere Anbieter nutzen, um ihre Produkte zu verkaufen. Der bisherige „Wildwuchs“ soll einer klaren Ordnung weichen.
Wichtig ist der TSB auch, mit dem Konzept für den Hafen ein Signal zu setzen: zum Beispiel an das Fischverarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen Kutterfisch, das immer den Plan verfolgt, das alte Genossenschaftsgebäude in einen gastronomischen Betrieb zu verwandeln; oder auch an einen Eigentümer wie Uwe Kähler, der durch ein attraktiveres Umfeld bessere Möglichkeiten haben wird, sein Restaurant „Nordseeblick“ wieder mit Leben zu füllen – Planungssicherheit inklusive. Ein wichtiger Adressat ist zudem das durch N-Ports vertretene Land Niedersachsen. Von dem erhofft sich Butjadingen, dass es auch in den nächsten 50 Jahren für eine schlickfreie Hafenzufahrt sorgt. Denn: Ein Kutterhafen ohne ein- und auslaufende Kutter ist schließlich höchstens die halbe Miete.
31.03.2021 NWZ
Trendsport in Butjadingen
Neuer Spot für Kitesurfer entsteht am Friesenstrand
Rolf Bultmann
Kitesurfer können sich freuen: Im Nordseebad Tossens wird eine neue Zone für den Trendsport ausgewiesen. Die Tourismusgesellschaft will damit mehr Sicherheit schaffen und die Aktivitäten der Sportler kanalisieren.
Butjadingen Kitesurfer können sich freuen: Wie am Burhaver Strand wird jetzt auch im Nordseebad Tossens eine Zone für diese Trendsportart, einen sogenannten Spot, ausgewiesen. Das wäre zwar nicht erforderlich, um das Kitesurfen dort zu ermöglichen, aber mit der Einrichtung des zweiten Spots wird die Sicherheit für die Sportler und für die Badegäste deutlich erhöht – und zudem ein Beitrag zum Schutz des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer geleistet.
Neue Situation
Bis Ende vergangenen Jahres war das Kitesurfen im Nationalpark nur in dafür ausgewiesenen Zonen erlaubt. In Butjadingen war das der Spot neben der Nordseelagune in Burhave. Bei ablandigem Wind ist das Kiten dort allerdings nicht ungefährlich.
Daher hatte Tourismus-Service Butjadingen (TSB) bereits vor einigen Jahren eine Genehmigung für eine zweite Kitesurfer-Zone bei der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven beantragt. Die muss darüber inzwischen aber gar nicht mehr befinden.
Formularende
Im Dezember entschied das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg, dass das Kitesurfen im Nationalpark auch außerhalb der dafür ausgewiesenen Zonen erlaubt ist. Gemäß Urteil stellt das Kitesurfen das Befahren einer Bundeswasserstraße mit einem Wasserfahrzeug dar, was nur durch eine entsprechende Bundesverordnung verboten oder eingeschränkt werden könnte. So sind für Kitersurfer seit dem Urteil nur noch solche Bereiche des Nationalparks tabu, die explizit als Schutzzonen für Seehunde und Vögel ausgewiesen sind.
Mehr Sicherheit
Die TSB möchte den Trendsport an der Butjadinger Nordseeküste jedoch kanalisieren und an bestimmten Stellen vermeiden. Dafür macht Geschäftsführer Robert Kowitz zwei wesentliche Gründe geltend: In Butjadingen hat es schon einige schwere Kite-Unfälle gegeben. Wegen der dortigen Schlenge gilt besonders Eckwarderhörne als sehr gefährlich. Daher soll ein zusätzlicher Spot zum einen die Kitesurfer, zum anderen aber auch die Badegäste schützen.
Der zweite Grund ist der Schutz des Wattenmeeres und insbesondere der dort lebenden Tiere wie Robben und Vögel. Für sie stellten die Kitesurfer eine erhebliche Störung dar, so Robert Kowitz.
„Es reicht aber nicht, nur eine Kitesurfer-Zone auszuweisen. Sie muss auch beaufsichtigt werden“, macht der TSB-Chef deutlich und freut sich darüber, dafür er dafür die Kitebrothers hat gewinnen können. Sie werden, wie bereits in Burhave, künftig auch in Tossens eine Surfschule betreiben.
Okay vom Deichband
Mit dem II. Oldenburgischen Deichband konnte sich die Tourismus-Gesellschaft über die dafür an Land erforderlichen Flächen einigen. Die Kitebrother-Surfschule wird ihr Quartier mit Büro- und Materialcontainer direkt neben dem DLRG-Container am Tossenser Friesenstrand aufschlagen. Einige Meter daneben, unterhalb der Tossenser Strandhalle, wird eine Fläche ausgewiesen, auf der die Kitesurfer ihre Drachen vorbereiten können.
Der neue Kitesurf-Spot entsteht in dem Bereich, über den die TSB seinerzeit auch bereits mit der Nationalparkverwaltung aussichtsreich verhandelt hatte.
NWZ 19.08.2020
Nahverkehr In Butjadingen
Nach verspätetem Start gut im Rennen
Seit knapp drei Monaten ist der Strandläufer auf der neuen Linie 400 unterwegs. Eine erste Bilanz fällt positiv aus: Touristen und Einheimische nutzten die Linie gerne. Abends ist aber noch Luft nach oben
Butjadingen Es war ein feierlicher Moment, als am 11. März in Burhave ein rotes Band durchtrennt und damit ein neues Kapitel im Öffentlichen Personennahverkehr der Gemeinde Butjadingen aufgeschlagen wurde. Der symbolische Akt galt als Startschuss der neuen Buslinie 400, die fortan im Stundentakt zwischen Butjadingen und Nordenham pendeln sollte. Allein, sie pendelte nicht, fuhr überhaupt nicht. Der Corona-Lockdown platzte dazwischen.
Schnell etabliert
Statt plangemäß am 1. April, konnte der Strandläufer, wie die Linie 400 auch heißt, erst am 25. Mai seinen Betrieb aufnehmen. Nach dem verspäteten Start ist die 400 jetzt aber gut im Rennen, wie Andreas Jung als Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Wesermarsch (VBW) und Butjadingens Tourismus-Chef Robert Kowitz auf Nachfrage übereinstimmend sagen.
Von den knapp drei Moneten, die der Strandläufer nun im Stundentakt zwischen Tossens und Nordenhamer Bahnhof pendelt, liegen Andreas Jung noch keine konkreten Zahlen vor. Dass der Bus gut genutzt wird, kann er aber aus eigenen Beobachtungen und aus Gesprächen mit den Fahrerinnen und Fahrern rückschließen. Es dauere gewöhnlich zwei bis drei Jahre, bis sich ein neues Bus-Angebot etabliert hat, so der VBW-Chef. In diesem Fall könnte es aber sogar schneller gehen. In der Bevölkerung ebenso wie bei den Touristen habe es sich schnell herumgesprochen, dass der Strandläufer nun im Stundentakt fährt – und dass Urlauber mit Gästekarte ihn sogar gratis nutzen können.
Butjenter an Bord
Zu verdanken sei das nicht zuletzt der guten Werbung, die Tourismus-Service Butjadingen, aber auch die VBW mit Unterstützung der Gemeinde gemacht hat. Alle Butjadinger hatten einen Flyer mit Infos über die neue Linie erhalten – verbunden mit zwei Schnuppertickets, die für den Zeitraum vom 25. Mai bis zum 5. Juli galten. Zwischen 400 und 500 Butjenter hätten diese Tickets genutzt und somit Bekanntschaft mit der neuen Linie 400 gemacht.
Besonders gut genutzt wird die Linie nach Auskunft von Andreas Jung tagsüber. Luft nach oben sei dagegen noch in den Abendstunden. Der VBW-Chef erklärt sich das damit, dass es zurzeit nur wenig abendliche Veranstaltungen gibt – und damit auch nur wenig Anlass, abends einen Bus nutzen zu wollen.
TSB-Chef Robert Kowitz bestätigt, dass die 400 vor allem im Tagesverlauf und insbesondere auch auf der Strecke Tossens – Burhave „sehr gut genutzt“ werde. Statt mit dem eigenen Auto zu fahren, nehmen Gäste auf dem Weg zur Nordsee-Lagune in Burhave oder zum Friesenstrand in Tossens lieber den kostenlosen Bus. Auf jeden Fall werde das Angebot erheblich besser angenommen als er angesichts der Corona-Einschränkungen zu hoffen gewagt hatte, so Robert Kowitz.
Interview Mit Tsb-Chef Robert Kowitz: Butjadingen ist für Pfingsten gut gerüstet
NWZ 29.05.2020
Interview mit TSB-Chef Robert Kowitz
Butjadingen ist für Pfingsten gut gerüstet
Detlef Glückselig
Die Corona-Vorschriften führen hier und da zu Einschränkungen. Doch die meisten der wichtigen touristischen Einrichtungen in Butjadingen sind nutzbar.
Frage: Herr Kowitz, der Bürgermeister von Cuxhaven hat an potenzielle Tagesgäste die Bitte ausgesprochen, zu Pfingsten doch lieber einen Bogen um seine Stadt zu machen...
Robert Kowitz: ...ja, das hab ich auch gelesen.
Frage: Würden Sie aus Sorge vor neuen Corona-Infektionen eine solche Bitte auch für Butjadingen aussprechen?
Robert Kowitz: Nein, natürlich nicht. Wie sind definitiv auf Pfingsten und den zu erwartenden Ansturm vorbereitet. Alle touristischen Leistungsträger, also zum Beispiel die Gastronomen und die Vermieter, wissen, was sie zu tun haben. Wir selbst haben in unseren Einrichtungen Vorkehrungen getroffen, darunter zum Beispiel die Parzellierung an den Stränden und die verschiedenen Maßnahmen in der Nordsee-Lagune, die ja zum Pfingstwochenende wieder geöffnet ist.
Frage: Mit wie vielen Gästen rechnen Sie zu Pfingsten?
Robert Kowitz: Wir werden mindestens 6000 Übernachtungsgäste haben. Dazu werden einige Tausend Tagestouristen kommen.
Frage: Wie verhält sich die Zahl an Übernachtungsgästen zu „normalen“ Jahren?
Robert Kowitz: Es sind vielleicht ein bisschen weniger als gewöhnlich, aber nicht viel. Man muss ja bedenken, dass die Hotels nur 60 Prozent ihrer Betten vergeben dürfen. Außerdem gilt die Wiederbelegungsfrist. In ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung dürfen nur alle sieben Tage neue Gäste einziehen. Bleibt jemand kürzer, entsteht eine Lücke, in der das Haus oder die Wohnung nicht vergeben werden darf. Dafür läuft aber das Campinggeschäft überproportional gut, vor allem im Hinblick auf die Wohnmobilisten. In Tossens haben wir zusammen mit dem Betreiber Knaus Camping für zusätzliche Flächen gesorgt, damit auch Gäste, die spontan mit ihrem Wohnmobil anreisen, noch einen Platz finden.
Frage: Was bieten Sie den Gästen? Das Zirkus- und Drachenfest, das eigentlich zu Pfingsten hätte stattfinden sollen, muss ja leider ausfallen.
Robert Kowitz: Butjadingen hat darüber hinaus ja noch viel mehr zu bieten. Die Nordsee-Lagune ist, wie gesagt, geöffnet, ebenso das Nationalparkhaus in Fedderwardersiel. Die „Wega II“ fährt wieder, man kann Adventure-Golf in Burhave spielen, das Leuchtfeuer in Eckwarderhörne besteigen, eine Wattwanderung machen oder den Langwarder Groden erkunden. Die Gastronomie-Betriebe haben geöffnet, und die Fahrradverleiher sind auch am Start. Durch die Abstands- und Hygieneregeln gibt es hier und da womöglich einige Einschränkungen, und man muss vielleicht auch mal mit ein bisschen Wartezeiten rechnen. Aber vom Grundsatz her sind unsere wichtigsten touristischen Einrichtungen nutzbar.
Frage: Was würde geschehen, wenn sich in Butjadingen unter Gästen ein Corona-Fall bestätigen würde? Wird dann sofort der gesamte Tourismus gestoppt?
Robert Kowitz: Nein, das würde sicherlich nicht passieren. Der Hausarzt würde gemeinsam mit dem Gesundheitsamt entscheiden, was in dem konkreten Einzelfall zu tun ist, prüfen wer mit dem Patienten Kontakt hatte und dann festlegen wo die betreffenden Personen in Quarantäne gehen.
NWZ 09.05.2020
Tourismus In Butjadingen: Rückkehr ins Geschäft ist mühsam und kostspielig
Die Rückkehr ins Fremdenverkehrsgeschäft ist mühsam und kostspielig. Die TSB muss umfangreiche Maßnahmen umsetzen, um allen Vorgaben gerecht zu werden. Dazu gehören Umbauten und Beschränkungen von Besucherzahlen.
Butjadingen Bernd Kappus schiebt einen kleinen Wagen vor sich her wie man ihn sonst auf Sportplätzen für die Markierung von Laufbahnen und Spielfeldern nutzt. In diesem Fall dient er dazu, durch Farbmarkierungen den Burhaver Strand zu parzellieren. Seit 31 Jahre ist Bernd Kappus als Mitarbeiter von Tourismus-Service Butjadingen (TSB) dabei, wenn es gilt, die Saison vorzubereiten. Solche Aufgaben wie in diesem Jahr hat er dabei noch nie erledigen müssen.
Corona hat auch in Butjadingen den Tourismus in die Knie gezwungen. Das Ostergeschäft ist gelaufen, ohne dass ein einziger Gast Geld in der Gemeinde gelassen hätte; entsprechend hoch sind die Verluste (siehe Auflistung). Nun dürfen die Besitzer von Ferienhäusern- und -wohnungen ihre Immobilien wieder selbst nutzen und in Kürze vermutlich auch wieder an Dritte vermieten. Auf den Campingplätzen wird wieder Leben einkehren, wenn auch vorerst nur in Gestalt der Festcamper. Und auch für die Hotelbetreibe ist Licht am Ende des Tunnels in Sicht.
Doch die schrittweise Rückkehr ins Fremdenverkehrsgeschäft ist mühsam und verlangt besonders der TSB einen logistischen wie auch finanziellen Kraftakt ab. Und schon jetzt ist klar: Auslastungen wie in normalen Jahren sind im Corona-Jahr 2020 völlig illusorisch.
Durch die Corona-Krise
entstehen in Butjadingen gewaltige Verluste.
216 000 Übernachtungen, die normalerweise für den Zeitraum von Mitte März bis Ende Mai hätten verbucht werden können, fehlen Butjadingens Touristikern.
452 000 Euro an Gästebeiträgen sind unwiederbringlich verloren gegangen.
17 Millionen Euro Umsatz, die ohne Corona in dieser Zeit von allen touristischen Leistungsträgern generiert worden wären, fehlen.
700 000 Euro hat Tourismus-Service Butjadingen bislang durch die Pandemie an Einnahmen eingebüßt. Allein 40 000 Euro sind durch den Shutdown in der Spielscheune und 30 000 Euro in der Nordsee-Lagune an Einnahmen verloren gegangen.
300 statt 900 Besucher
Das gilt zum Beispiel für die Spielscheune. Leiter Sascha Büsing hat einen ganzen Wald aus chromfarbenen Ständern aufgebaut, aus denen man wie auf einem Flughafen Absperrbänder ziehen kann. Zwar wird die Spielscheune bei der stufenweisen Rückkehr in den Tourismus nicht an erste Stelle stehen. Die Voraussetzungen sollen aber geschaffen sein, wenn der Betrieb wieder losgehen kann.
Die Absperrbänder und einige Umbauten werden dafür Sorgen, dass der Eingangs- und Ausgangsbereich künftig voneinander getrennt sind. Unter anderem das Bällebad und der Indoor-Fußballplatz werden auch nach der Wiedereröffnung vorerst gesperrt bleiben. Auf dem Kletterberg dürfen sich nur drei Kinder gleichzeitig aufhalten, der Spielbereich für Kleinkinder wird in vier Segmente geteilt, und für die gesamte Spielscheune gilt ein Einbahnstraßenregelung. Diese Maßnahmen sollen die Einhaltung der nötigen Sicherheitsabstände möglich machen. Aus demselben Grund wird auch die Zahl der Besucher, die sich gleichzeitig in der 3000 Quadratmeter großen Einrichtung aufhalten dürfen, drastisch reduziert: von 900 auf 300.
In Reih’ und Glied
Während sich das Animationsteam der TSB noch Gedanken darüber macht, welche Veranstaltungen trotz Corona-Einschränkungen stattfinden können und welche ersetzt oder zumindest modifiziert werden müssen, sind am Burhaver Strand schon deutliche Veränderungen sichtbar.
Wo die Strandkörbe sonst kunterbunt durcheinander stehen, haben Bernd Kappus und seine Kollegen sie nun in Reih’ und Glied auf jeweils 25 Quadratmeter großen, farblich markierten Parzellen platziert. Auf eine Parzelle, auf der ein Strandkorb steht, folgt immer eine leerer Parzelle, ehe wieder ein Strandkorb kommt. Zwischen den Parzellen-Reihen gibt es jeweils einen breiten Gang. Jeder Strandkorb wird mit einem Erdnagel verankert sein, so dass ihn niemand an eine andere Stelle schieben kann.
Gut 170 Strandkörbe stehen normalerweise am Burhaver Strand. Nach dem neuen Muster werden es unter Ausnutzung aller zur Verfügung stehen Flächen 120 bis 150 sein. Die TSB wird am 15. Mai in Burhave mit vorerst 50 Körben starten und die Anzahl dann sukzessive steigern. Tossens wird analog zu diesem System mit 30, Eckwarderhörne mit 10 Strandkörben loslegen.
Dass sie verwaist bleiben, ist nicht anzunehmen. Robert Kowitz geht ganz im Gegenteil von einem Touristenansturm aus – erst recht, wenn Urlaub im Ausland dieses Jahr überhaupt nicht mehr möglich sein sollte. Angesichts der Corona-bedingt reduzierten Kapazitäten in allen touristischen Bereichen werde es eher schwierig sein, die Nachfrage zu befriedigen, schätzt der TSB-Chef.
Und Robert Kowitz ist auch davon überzeugt, dass Tourismus nach Corona nicht mehr so sein wird wie vorher. Verstärkte Hygiene-Anstrengungen etwa, die jetzt noch den Ausnahmezustand repräsentieren, werden nach seiner Einschätzung in Zukunft der Standard sein.
NWZ 12.03.2020
Nahverkehr In Butjadingen
Jetzt schlägt’s 60: Bus fährt im Stundentakt
Butjadingen hat mit vielen Gästen neue Linie 400 gefeiert. Sie stelle einen Quantensprung in Sachen Mobilität dar, hieß es. Der „Strandläufer“ verbindet Butjadingen mit Nordenham – künftig fast doppelt so häufig wie bislang.
Butjadingen TSB-Chef Robert Kowitz sprach von einem „Mobilitätsquantensprung“, Landrat Thomas Brückmann von einem „ganz wichtigen Infrastrukturprojekt für die nördliche Wesermarsch“. Und Bürgermeisterin Ina Korter stand, nachdem sie die Begrüßung erledigt hatte, vorne neben der Bühne und freute sich einfach darüber, dass kurz vor Ende ihrer Amtszeit eine Vision Realität geworden ist, die vor allem auch ihre Vision war.
Butjadingen hat am Mittwoch im Atrium in Burhave mit vielen Gästen die Eröffnung der neue Buslinie 400 gefeiert. Sie beschert der Gemeinde ab dem 1. April einen Stundentakt zwischen Butjadingen und Nordenham. Das ist nahezu eine Verdoppelung des bisherigen Busangebots.
Mit Gästekarte gratis
Die neue Linie 400 ersetzt als „Strandläufer“ die bisherige Linie 408 und stellt eine so genannte landesbedeutsame Buslinie (LBB) dar. Dafür tragen das Land und der Landkreis die Kosten. Die Gemeinde sitzt lediglich im Hinblick auf ein weiterführendes Angebot finanziell mit im Boot: Auf der 400 und inzwischen auch auf allen anderen Linien fahren Urlauber kostenlos, wenn sie ihre Gästekarte vorzeigen. Butjadingen hat mit diesem Angebot nahezu ein Alleinstellungsmerkmal. Lediglich noch im Harz gilt die Gästekarte zugleich auch als Busfahrschein.
Gründe für Schnittchen, Sekt und dankende Worte gab es also ausreichend bei der Feier im Atrium. „Unser Ziel ist es, Mittelzentren und insbesondere auch für den Tourismus wichtige Orte mit schnellen und attraktiven Busverbindungen zu versorgen, um so eine echte Alternative zum Auto anzubieten.“ So erklärte Sven Heidmeier, Referent im niedersächsischen Verkehrsministerium, die Idee hinter den landesbedeutsame Buslinien, von denen es – 2017 eingeführt – inzwischen neun in Niedersachsen gibt. Butjadingen hat die am weitesten nördlich gelegene LBB.
Wesermarsch-Landrat Thomas Brückmann sowie auch Christof Herr vom Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) hoben die hohe Qualität und die Verlässlichkeit des neuen Angebots hervor. „Schnell, bequem, sicher und pünktlich von A nach B kommen“ – darum gehe es, so Christof Herr. Weil der Bus stündlich fährt und es dabei keine Verschiebungen bei den Abfahrtszeiten gibt, sei ein aufwendiges Studieren von komplizierten Fahrplänen nicht notwendig, freute sich Thomas Brückmann. „In den Bus zu steigen, soll genau so einfach sein wie ins Auto zu steigen“, ergänzte Sven Heidmeier als Vertreter des Landes Niedersachsen.
Bequem, klimafreundlich
„Bequem, komfortabel, klimafreundlich“, fasste Ina Korter das neue Angebot zusammen. Es werde zudem dazu beitragen, dass Butjadingen und Nordenham künftig noch enger zusammenrücken.
Von einem „enormen Fortschritt“ sprach Andreas Jung, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Wesermarsch (VBW). Der Strandläufer werde werktags 33 Fahrten zwischen Nordenham und Butjadingen anbieten. Die 408, auf der Touristen seit 2017 gratis fahren, brachte es zuletzt auf jährlich 100 000 Fahrgäste, darunter 13 000 Urlauber. „Das würden wir mit der 400 gerne übertreffen“, sagte Andreas Jung.
Dafür sei ein gutes Marketing wichtig, betonte Robert Kowitz, Geschäftsführer von Tourismus-Service Butjadingen. Ein erster Schritt werden Flyer mit zwei Schnupper- Fahrscheinen sein, die demnächst alle Butjadinger Haushalte zugestellt bekommen.
Robert Kowitz lobte den Bürgerbus, der eine „wesentliche Stütze“ des öffentlichen Personennahverkehrs in Butjadingen sei. Und er lobte das „Höchstmaß an Vertrauen auf allen Ebenen“, mit dem es innerhalb von nur einem halben Jahr gelungen sei, eine LBB für Butjadingen zu realisieren.
Der offizielle Akt, der folgte, war das Durchschneiden eines roten Bandes. Den Nachhaltigkeitsgedanken, der ebenfalls einen Aspekt der zunächst auf fünf Jahre angelegten LBB darstellt, symbolisierten Äpfel mit dem Strandläufer-Logo, in die die Gäste genüsslich beißen konnten.
Der „Strandläufer“ verkehrt ab dem 1. April als Linie 400 montags bis sonntags in der Zeit von 5.30 bis 22.30 Uhr stündlich zwischen Butjadingen und dem Nordenhamer Bahnhof. An Sonn- und Feiertagen gibt es jeweils bis 20.30 Uhr einen Zweistundentakt.
Der „Strandläufer“ fährt von Tossens über Fedderwardersiel, Burhave und Stollhamm nach Nordenham und zurück. Der Bürgerbus ergänzt das Angebot und bindet Orte an, die die großen Busse nicht ansteuern.
Eine Fahrt von Butjadingen nach Nordenham oder umgekehrt kostet 3,70 Euro. Für Touristen mit Gästekarte ist sie gratis.
NWZ 26.02.2020
Tourismus In Butjadingen Schluss mit Dornröschenschlaf
Der Kutterhafen in Fedderwardersiel soll für Urlaubsgäste noch attraktiver werden. Tourismus-Service Butjadingen lässt ein Konzept erarbeiten. Darüber hat die NWZ mit Geschäftsführer Robert Kowitz gesprochen.
Frage: Herr Kowitz, was ist ihr Lieblingsplatz in Butjadingen?
Robert Kowitz: Nach dem Langwarder Groden ganz klar das Nationalparkhaus in Fedderwardersiel.
Frage: Danke für die Überleitung zum dortigen Kutterhafen. Wie ist die Idee entstanden, dafür ein Entwicklungskonzept in Auftrag zu geben?
Robert Kowitz: In der Vergangenheit hat immer wieder lose Idee und einzelne Projekte gegeben, die aber nie zu einem großen Ganzen zusammengeführt wurden. Das soll nun passieren. Dass ein Konzepts für den Kutterhafen erarbeitet wird, ist auch Wille des Gemeinderats, der im vergangenen Jahr einen entsprechenden Beschluss gefasst hat.
Frage: Wer wird das Konzept erstellen?
Robert Kowitz: Das steht noch nicht fest. Wir befinden uns gerade in der Ausschreibungsphase. Der Auftrag soll auf jeden noch im ersten Halbjahr 2020 vergeben werden.
Frage: Gibt es schon grobe Vorstellungen, in welche Richtung es gehen soll?
Robert Kowitz: Ja, es gibt eine Projektskizze, die wir bei uns im Haus erarbeitet haben. Sie ist notwendig, um Fördermittel einwerben zu können. Dafür braucht es bereits eine sehr ausführlich Beschreibung des Projekts und der Ziele, die damit verfolgt werden.
Frage: Die Förderung des Tourismus in Fedderwardersiel also.
Robert Kowitz: Richtig. Das Ziel ist es, den Arbeitshafen, als der er sich heute darstellet, zu einem ganzjährigen Erlebnis-Krabbenkutterhafen weiterzuentwickeln.
Frage: Wie soll es weitergehen, wenn der Auftrag vergeben?
Robert Kowitz: Die Agentur soll dann zunächst eine Ist-Analyse erarbeitet und im nächsten Schritt Workshops mit allen Akteuren des Hafens organisieren. Bei diesen Workshops sollen die Ideen entwickelt werden, die dann die Basis für das Gesamtkonzept darstellen.
Frage: Wie wird die Umsetzung des Konzepts finanziert?
Robert Kowitz: Wir haben einen Antrag gestellt auf Fördermittel des Europäischen Meeres- und Fischereifonds, aus dem schon mehrere Projekte in Fedderwardersiel bezuschusst wurden – unter anderem der Umbau des Nationalparkhauses. Wenn alles klappt, begleicht der Fonds 85 Prozent der Gesamtkosten.
Frage: Besteht nicht die Gefahr, dass der Hafen den Charme des Ursprünglichen verliert, den er jetzt hat?
Robert Kowitz: Wir wollen ja keinen großen Rummelplatz aus dem Hafen machen. Indem wir alle Akteure, angefangen vom Bürgerverein Fedderwardersiel über die Gemeinde bis hin zu den Gewerbetreiben und Krabbenfischern, einbinden, laufen wir nicht Gefahr, dass da etwas in die falsche Richtung läuft. Mit im Boot sitzen von Anfang an natürlich auch der Deichband, der Entwässerungsverband und die Hafengesellschaft Niedersachsen-Ports.
Frage: Wie ist der Zeitplan?
Robert Kowitz: Das Konzept soll spätestens Ostern 2021 fertig sein, dann soll die Umsetzung beginnen.
NWZ 17.05.2019
Butjadinger Tourismus gerüstet für Ansturm der Urlauber
Die TSB wartet auf die Auslieferung zweier barrierefreier Strandkörbe. Barrierefreie Spielgeräte sind ebenfalls neu.
Butjadingen Längst sieht man in Butjadingen wieder etliche fremde Autokennzeichen. Seit Ostern läuft die Ferienhalbinsel im Urlaubsmodus – und hat bereits den ersten Rekord des Jahres erzielt.
Das Ostergeschäft ist so gut gelaufen wie nie, wobei den Touristikern der späte Termin des Osterfestes und das frühlingshafte Wetter in die Karten spielten. Tourismus-Service Butjadingen (TSB) hat für die Monate Januar bis April 235 510 Übernachtungen verbucht. Das sind laut TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz 37 600 Übernachtungen mehr als im Vorjahreszeitraum – ein Plus von 15 Prozent. Nun sind die Vorbereitungen für den Start der Hauptsaison so gut wie abgeschlossen. Es hat sich eine Menge getan.
Rondell
In die energetische Sanierung der Burhaver Strandgaststätte Rondell, die sich im Eigentum von Butjadingen Kur & Touristik (BKT) befindet, sind 42 000 Euro geflossen. Das Rondell hat unter anderem neue Heizkörper und neue Fenster erhalten. Die Arbeiten haben nur drei Wochen Zeit in Anspruch genommen. Jetzt soll noch der Zugangsbereich zur Terrasse neu gestaltet werden.
Die Sanierung des Rondells bildet Robert Kowitz den letzten Baustein der touristischen Aufwertung Burhaves. Vergangenes Jahr war in diesem Rahmen der Abschnitt der Strandallee vor der Spielscheune mit einem Wasserlauf und mit Holzterrassen neu gestaltet worden.
Nordsee-Lagune
In der Nordsee-Lagune in Burhave ist der Strand an der Flachwasserzone mit 200 Tonnen Sand um 2000 Quadratmeter vergrößert worden, so dass dort nun mehr Besucher Platz finden. Die nächste größte Maßnahme, für die im Herbst der Startschuss fallen könnte, ist eine Umgestaltung des Flachwasserbereichs, die für eine bessere Durchströmung sorgen soll. Dafür fallen zunächst 35 000 Euro an Planungskosten an. Für die eigentliche Umgestaltung wird dann ein sechsstelliger Betrag fällig.
Campingplätze
Viele Dauercamper hatten sich im vergangenen Jahr darüber beschwert, dass es auf den Campingplätzen Sanierungsstaus gebe. Die Kurgesellschaft hatte Investitionen zugesagt, und die sind inzwischen auch erfolgt. 23 einzelne Punkte wurden oder werden umgesetzt. Die wesentlichen davon betreffen das Sanitärgebäude auf dem Campingplatz in Burhave, in das eine Menge Geld geflossen ist. Die Heizung wurde erneuert, zudem eine „intelligente“ Lichtanlage installiert. Diese Anlage, weiß, in welchem Bereich des Gebäudes sich gerade jemand aufhält und wo genügend Licht von außen einfällt beziehungsweise eben nicht. Entsprechend entscheidet sie alleine, wo Licht angemacht werden muss.
Noch gebaut wird unterdessen an dem Weg, der zum Waschhaus hochführt. Er war in schlechtem Zustand, wies viele Stolperfallen auf und war, wie die Camper kritisierten, von Barrierefreiheit weit entfernt. Zurzeit wird der Weg erneuert, um die Barrierefreiheit wieder herzustellen. Ende Mai sollen auch diese Arbeiten abgeschlossen sein, sagt Robert Kowitz.
Strände
Butjadingen setzt auch an den Stränden und dort aktuell besonders auf den Spielplätze auf Barrierefreiheit. Am Friesenstrand in Tossens sind zur neuen Saison bereits barrierefreie Spielgeräte aufgestellt worden. Je eine barrierefreie Schaukel sollen nun laut Robert Kowitz noch die Strände in Burhave und Eckwarderhörne erhalten. Außerdem wartet die TSB auf die Lieferung zweier barrierefreier Strandkörbe. Sie kosten pro Stück 3500 Euro und damit sechs Mal so viel wie ein gewöhnlicher Strandkorb.
Langwarder Groden
Der Langwarder Groden hat die Sturmfluten der vergangenen Monate vergleichsweise gut entstanden. Laut Robert Kowitz zeigt sich deutlich, dass das Wasser umso weniger Schaden anrichtet, je mehr sich die Vegetation entwickelt. Auf dem mitten durch den Groden führenden Holzsteg ist ein Handlauf verlängert worden, weil der hier verlaufende Priel sich verbreitert hat. Außerdem müssen zwei der Durchlässe, durch die Wasser von den Weiden zwischen Deich und Erlebnispfad zurück in den Hauptpriel läuft, ausgebessert werden. Weitere Schäden gibt es laut TSB-Chef nicht.
NWZ 19.03.2019
Tourismustag in Butjadingen - Urlauber wünschen sich Nachhaltigkeit
Das neue Konzept mit dem Tourismuscamp, das auf Vorträge folgte, ist aufgegangen. Arbeitsgruppen haben über hundert Ideen entwickelt. Es soll fortgesetzt werden.
Butjadingen Nachhaltigkeit war kürzlich beim 10. Tourismustag, zu dem Tourismus-Service Butjadingen (TSB) in den Rathaussaal in Burhave eingeladen hatte, das Schwerpunktthema. Es war nicht ohne Grund gewählt. Bei einer Online-Gästebefragung, die die TSB im vergangenen Jahr im Zeitraum von April bis Oktober vorgenommen hatte, haben 57 Prozent aller Urlauber angegeben, dass sie die Tourismusbranche in der Pflicht sehen, an einem Urlaubsort nachhaltige Angebote vorzuhalten. Und viele Gäste, so ein weiteres Ergebnis, sind auch bereit, dafür extra zu zahlen.
An Ideen für nachhaltige Angebote mangelte es der TSB spätestens seit vergangenen Sonntag nicht. Beim Tourismustag schloss sich an eine Reihe von Impulsreferaten ein Tourismuscamp an, in dem die Teilnehmer in vier Gruppen zu bestimmten Themen Ideen entwickelten. Eine der Gruppen, die Heike Geils leitete, machte sich Gedanken über das Thema Nachhaltigkeit. Und da sprudelte es dermaßen, dass die Marketingchefin der TSB ihre Leute irgendwann bremsen musste. „Sonst säßen wir jetzt noch zusammen“, sagte sie am Montagnachmittag.
In einem rappelvollen Rathaussaal begrüßte Bürgermeisterin Ina Korter mehr als 130 Teilnehmer. Sie hob die große Bedeutung des Tourismus für Butjadingen hervor und danke allen, die daran Anteil haben.
TSB-Chef Robert Kowitz blickte aus 2018 zurück – ein Jahr, in dem Butjadingen mit 1,218 Millionen Übernachtungen von 232 680 Gästen einmal mehr Rekordzahlen verbuchen konnte. Ein Jahr, in dem zudem viel passiert – vom Bau der neuen Flaniermeile vor der Spielscheune und die vom Tourismusverein angelegte Hundespielwiese hinterm Scheunenpark in Burhave bis hin zur Eröffnung der nagelneuen Dauerausstellung des Nationalpark-Hauses in Fedderwardersiel.
Robert Kowitz schaute auch auf 2019 voraus. Wichtigstes Projekt ist die Umgestaltung des Bahndamms zu einem Erlebnis-Rad- und Wanderweg, die Butjadingen mit Nordenham als Kooperationspartner umsetzen möchte. Zudem können Gäste Ende Juni den 10. Geburtstag des Unesco-Weltnaturerbes Wattenmeer mitfeiern; die TSB schnürt Pauschalpakete.
Über Nachhaltig im Personalwesen referierte Michael Garvs, über Nachhaltigkeit im Tourismus Olaf Berg; beiden stammen von der Gesellschaft Klimapartner. Im Anschluss stellte die Künstlerin und Zinzendorf-Lehrerin Christiane Ahlers ihren Goldfisch-Mob vor, bei dem es ebenfalls um Nachhaltigkeit geht.
Im Anschluss folgte das Tourismuscamp. Die rund 60 Teilnehmer haben in vier Gruppen – neben Nachhaltigkeit ging es um Vertrieb, um Großprojekte und um die Ergebnisse der Online-Gästebefragung – mehr als 100 Ideen entwickelt. Die wird die TSB nun Schritt für Schritt daraufhin auswerten, was sich in welchem Zeitrahmen umsetzen lässt. Heike Geils: „Wir werden uns mit allen Ideen beschäftigen und nichts von vornherein ausschließen.“
Alle Vorschläge wird die TSB auf ihrer Homepage veröffentlichen. Und die Bürger, Gäste und touristischen Leistungsträger sollen eingeladen werden, sie um weitere Ideen zu ergänzen.
Bislang reicht die Vorschlagsliste von nachhaltigen Begrüßungspaketen für Gäste über eine Möglichkeit, beim Vermieter für die Zeit des Butjadingen-Urlaubs den Autoschlüssel gegen ein Fahrrad einzutauschen, bis hin zu einer Mitfahrerbank, die in Waddens aufgestellt werden könnte.
Dass Butjadingen längst auf einem guten Weg ist, zeigt die Gästebefragung. Von 1234 Teilnehmern haben 1036 angegeben, dass die Landschaft und das Klima der Grund gewesen seien, sich Butjadingen als Urlaubsort auszusuchen. 80 Prozent würden wieder so entscheiden. Und über 500 der Urlauber haben die touristischen Angebote der grünen Halbinsel mit „Alles super“ bewertet.
NWZ 13.10.2018
Gutachten bescheinigt gute Luftqualität
In Burhave und Tossens kann man tief durchatmen
Gemessen wurde über einen Zeitraum von 13 Monaten. Die Werte sind so außergewöhnlich gut, dass Burhave und Tossens den Anforderungen an ein Heilbad genügen.
Butjadingen Dass man in Burhave und Fedderwardersiel sowie in Tossens ohne jede Reue ganz tief durchatmen kann, hat der Tourismus-Service Butjadingen (TSB) schwarz auf weiß. Die Kurgesellschaft hat die Luft in diesen Orten untersuchen lassen. Ergebnis: Die Qualität ist außergewöhnlich gut – so gut, dass die Dörfer erneut als Nordseebäder zertifiziert werden können.
2010 hatten Tossens und Burhave mit Fedderwardersiel erstmals die staatliche Anerkennung als „Nordseebad ohne Einschränkungen“ erhalten. Die Zertifizierung gilt immer für zehn Jahre, muss also 2020 erneuert werden. Dafür ist es erforderlich, dass die TSB in ihren Kurorten vom Deutschen Wetterdienst Luftmessungen vornehmen lässt und mit dem Gutachten nachweist, dass die Luftqualität den hohen Anforderungen genügt.
Messlatte liegt hoch
Die Messlatte liegt dabei hoch. Und die TSB ist stolz darauf, dass sie sie mit der Luftqualität in ihren Nordseebädern nicht nur knapp, sondern sehr deutlich überspringt. Für den Nordseebad-Status muss die Schadstoffbelastung in den betreffenden Orten 60 Prozent unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Das schafft Burhave mit Fedderwardersiel und Tossens locker.
Gemessen wurde die Luftqualität über einen Zeitraum von 13 Monaten, nämlich von Juli 2016 bis August 2017. Die „Spielregeln“ besagten dabei, dass Messstationen im Kurgebiet, aber auch in einem Verkehrszentrum aufgestellt werden. Ausgewählt wurden die Orte vom Deutschen Wetterdienst. Der hatte sich in Burhave für den Scheunenpark hinter der Spielscheune (Kurgebiet) und für einen Standort vor dem Atrium (Verkehrszentrum) sowie in Tossens für das Pütten-Gelände (Kurgebiet) und für den Parkplatz bei der Strand-Bushaltestelle an der Nordseeallee (Verkehrszentrum) entschieden.
Unter den Top Ten
Gemessen wurden an diesen Standorten die Werte für Stickstoffdioxid, für Feinstaub und für Ruß in Feinstaub, für Grobstaub und für Pollen. TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz und Marketingleiterin Heike Geils stellten bei der Vorstellung des Gutachten Vergleiche mit 200 anderen deutschen Kurorten an. Butjadingen schneidet da bestens ab. Ein Beispiel: Bei der in einem Verkehrszentrum gemessenen Konzentration von Ruß im Feinstaub befinden sich Burhave und Tossens unter den Top Ten.
Die erneute Zertifizierung als Nordseebad dürfte keine Hürde sein. In der Bundesliga spielt Butjadingen damit auch künftig. Mit der nun ermittelten Luftqualität würde es sogar für die Champions Legaue reichen: Die Werte sind so gut, dass Burhave und Tossens den Anforderungen an ein Heilbad genügen. Die TSB strebt eine solche Zertifizierung aber gar nicht an. Denn für das Heilbad-Prädikat müssen noch etliche weitere Kriterien etwa hinsichtlich der Infrastruktur erfüllt sein – Butjadingen müsste zum Beispiel Kurkliniken aufweisen können. Da es die nicht gibt, sind Robert Kowitz und Heike Geils vollauf damit zufrieden, weiterhin auf zwei staatlich anerkannte Nordseebäder verweisen zu können.
NWZ 12.10.2018
So viele Besucher wie nie in Nordsee-Lagune
Butjadingen steuert auf Rekordjahr zu
In der Hauptsaison ist langsam die Kapazitätsgrenze erreicht. Wachstumspotenzial sieht die TSB noch in der Vor- und Nachsaison.
Burhave Im Bereich Tourismus ist Butjadingen weiter auf Wachstumskurs. Das geht aus den Zahlen für die Saison 2018 hervor, die die Kurgesellschaft am Donnerstag im Atrium in Burhave präsentiert hat. Nach Auskunft von Robert Kowitz, Geschäftsführer von Tourismus-Service Butjadingen (TSB), und Marketing-Leiterin Heike Geils steuert die Feriengemeinde in mehreren Bereichen auf Rekorde zu beziehungsweisweise hat sie schon erzielt.
Letzteres gilt für die Nordsee-Lagune in Burhave, in der die Saison bereits vorbei ist. Die bislang höchste Besucherzahl hatte die TSB 2016 verbuchen können. 66 000 Menschen waren in dem Jahr in die Lagune gekommen. In dieser Saison waren es 94 000 Besucher. Gegenüber dem vergangenen Jahr (47 000 Besucher) hat die Kurgesellschaft die Gästezahl sogar verdoppeln können.
„Jahrhundertergebnis“
Robert Kowitz spricht von einem Jahrhundertergebnis, das nur schwer zu toppen sein werde. Dass die Lagune in der ersten August-Hälfte für mehrere Tage wegen einer Belastung mit Keimen geschlossenen werden musste, trübt die Bilanz nicht.
Der Supersommer 2018 hat der TSB in die Karten gespielt. Bei dem tollen Wetter hielten sich die Urlaubsgäste natürlich bevorzugt im Freien auf. Die Kurgesellschaft freut sich darüber, dass es dennoch keinen Einbruch bei den Besucherzahlen der Spielscheune gab. Der Tribut, den die TSB an die lange Phase mit hochsommerlichen Temperaturen zahlen muss, sind lediglich 6000 Gäste weniger, die in der Spielscheune bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum gezählt werden konnten. Konkret lösten 66 000 Besucher eine Eintrittskarte.
Bei der Strandkorbvermietung liegt die TSB 30 000 Euro über dem Planansatz. Insgesamt hat die Kurgesellschaft 130 000 Euro mit der Vermietung ihrer 563 Strandkörbe umgesetzt – gegenüber 75 000 Euro im vergangenen Jahr. 90 Strandkörbe wurden in diesem Jahr neu angeschafft.
Die Kurgesellschaft kassiert auf Stellplätzen in Burhave, Fedderwardersiel, Eckwarderhörne und Tossens Parkgebühren. Bei den Einnahmen liegt sie 12 000 Euro höher als in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Robert Kowitz schätzt, dass sich die Einnahmen aus den Parkgebühren zum Jahresende auf 135 000 Euro summiert haben werden. Umgerechnet werden es dann rund 50 000 Autos gewesen sein, die auf den TSB-Stellplätzen geparkt wurden.
Zwei entscheidende Parameter sind die Übernachtungszahlen und die Gästezahlen. Letztere sind bis einschließlich August gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,92 Prozent gestiegen – 9174 Gäste mehr. Bei den Übernachtungen hat die TSB um 1,44 Prozent (plus 11 585) zugelegt. Prognose und Ziel für das gesamte Jahr 2018 sind 1,2 Millionen Übernachtungen und 220 000 Gäste.
Dass die Zahl der Gäste schneller wächst als die der Übernachtungen lässt darauf schließen, dass Touristen Butjadingen bevorzugt für Kurzurlaube ansteuern. Auf diesen Trend hat die TSB auch ihr Marketing abgestellt.
Nebensaison stärken
Für die Hochsaison sieht Robert Kowitz bei den aktuellen Zahlen kaum noch Steigerungsmöglichkeiten, weil die Bettenkapazitäten erschöpft seien. Zulegen könne Butjadingen nur noch in der Vor- und Nachsaison. Eine sehr wichtige Zielgruppe sind daher für die TSB auch Urlaubsgäste, die nicht auf die Ferien angewiesen sind: Senioren, Paare ohne Kinder, Eltern mit Kleinkindern, die noch nicht schulpflichtig sind.
Ganz bewusst platziert die Kurgesellschaft zudem neue Veranstaltungen außerhalb der Hauptsaison. An Himmelfahrt hatte in Fedderwardersiel das Street-Food-Festival Premiere. Es hat dazu beigetragen, die Vorsaison zu beleben und soll daher 2019 wiederholt werden. Die Kids Watt Academy ist ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Veranstaltung, die außerhalb der Hauptsaison für ein Plus an Gästen und Übernachtungen in Butjadingen sorgt.
NWZ 15.07.2017
Babystrand In Tossens
Sicherer Strandspaß für die Kleinen
Detlef Glückselig
Geschützt vor Wind und Sonne, trotzdem für die Eltern immer gut zu sehen, können auch die Kleinsten jetzt in Tossens nach Herzenslust im Sand buddeln. Ein bundesweit einmaliges Angebot.
Tossens Tourismus-Service Butjadingen (TSB) kann mit einem neuen Alleinstellungsmerkmal für die Ferienhalbinsel werben: Am Friesenstrand in Tossens ist am Freitagnachmittag der erste Babystrand Deutschlands eröffnet worden. Die Kurgesellschaft hat für die Neuerrungenschaft nach Auskunft von Geschäftsführer Robert Kowitz rund 35 000 Euro investiert.
Familien mit Kindern bis zum Alter von drei Jahren sind für die TSB eine wichtige und stetig wachsende Zielgruppe. Sie schlagen jährlich mit mehr als 210 000 Übernachtungen zu Buche und sind für die Kurgesellschaft zudem deshalb sehr interessant, weil sie noch nicht auf die Schulferien angewiesen sind, sondern auch außerhalb der Saison Butjadingen ansteuern.
Mit dem neuen Babystrand kann die Gemeinde, die als erste in ganz Niedersachsen mit dem Zertifikat „Kinderferienland“ ausgezeichnet wurde, bei dieser Zielgruppe nun noch mehr punkten. Die Idee dafür hatte der Marketingbeirat entwickelt. Bis zur Realisierung dauerte es nur ein Jahr. Entsprechend freute sich der TSB-Aufsichtsratsvorsitzende Jochen Kiebitz, als er den Babystrand am Freitag vor zahlreichen Gästen – und etlichen Kindern, die schon darauf warteten, das Areal in Beschlag nehmen zu können – offiziell eröffnete.
Der Babystrand umfasst 250 Quadratmeter und ist mit Sicherheitsglas eingefriedet. So sind die Kinder vor dem Wind geschützt – und die Eltern können ihren Nachwuchs im Blick behalten, auch wenn sie sich nicht unmittelbar in dem Areal aufhalten. Zudem gibt es Sonnensegel, die den Minis Schatten spenden. Gespielt wird in extrafeinem, doppelt gewaschenem Sand. 50 Kubikmeter davon hat die TSB laut Außenbereichsleiter Reiner Jahn auffahren lassen. Den Untergrund bilden weitere 50 Kubikmeter herkömmlicher Sand.
Ergänzt wird das Strandareal durch einen neu aufgestellten Container. In dem finden Eltern einen Wickeltisch, eine Babywanne und eine Warmwasser-Dusche vor.
„Ich freue mich, dass wir heute diese tolle Einrichtung in Betrieb nehmen können“, sagte am Freitagnachmittag bei der Eröffnung des Babystrands Bürgermeisterin Ina Korter. Die Feriengemeinde sei um ein weiteres Highlight reicher, und das sei auch gut so. „Junge Familie sollen sich bei uns wohlfühlen“, betonte die Bürgermeisterin, während Jochen Kiebitz von einem „Leuchtturmprojekt“ sprach, von dem er sich Strahlkraft in die gesamte Republik erhoffe.
Mark Schuur, der neue General-Manager von Center Parcs Nordseeküste, und Wilhelm Has von Knaus Camping, waren ebenfalls voll des Lobes. Und die von Jochen Kiebitz erhoffte Strahlkraft hat längst zu Wirken begonnen. Eltern-Magazine hatten sich laut Robert Kowitz schon interessiert bei der TSB gemeldet, als der Babystrand noch ein reines Gedankenspiel war.
NWZ 15.05.2017
Erfolgsgeschichte zum Versenden
Detlef Glückselig
Erstmals gibt die TSB einen Tourismusbericht heraus. Er soll künftig jährlich erscheinen.
Butjadingen Das ist eine Premiere: In Zusammenarbeit mit der Gemeinde hat Tourismus-Service Butjadingen (TSB) erstmals einen Tourismusbericht herausgegeben. Er enthält alle relevanten Zahlen, Daten und Fakten für das Tourismusjahr 2016, dazu einen Ausblick auf geplante Projekte und die Strategien für das laufende Jahr und darüber hinaus.
TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz, Marketingleiterin Heike Geils und Aufsichtsratsvorsitzender Jochen Kiebitz haben die 19-seitige Broschüre am Freitag zusammen mit Bürgermeisterin Ina Korter, Christoph Muth von Center Parcs, Wilhelm Has als Vertreter von Knaus Camping und Birgitt von Thülen vom Touristikverein vorgestellt. Sie alle waren voll der Lobes für den Tourismusbericht, der in nur drei Monaten entstanden ist. Die Initiative dafür war vom Marketing-Beirat ausgegangen. Adressaten sind die touristischen Leistungsträger, die Butjenter Bürger sowie auch Investoren und Ansiedelungswillige.
Immer wieder gehen bei der TSB oder bei der Gemeinde Anfragen von potenziellen Investoren oder von Auswärtigen, die damit liebäugeln, sich in Butjadingen niederzulassen, ein. Sie alle wollen Informationen über die Ferienhalbinsel. Die zusammen zu tragen, sei stets aufwendig gewesen, sagt Robert Kowitz. Künftig kann er einfach das gedruckte Heft verschicken oder auf die Online-Version auf der Internet-Seite der Kurgesellschaft verweisen. Und schon gibt’s alle wichtigen Informationen auf einen Blick.
„Tue Gutes und sprich drüber.“ So bringt Wilhelm Has eines der Ziele des Tourismusberichts auf den Punkt. Und Gutes gibt es jede Menge zu berichten. So kann man nachlesen, dass Butjadingen die Übernachtungszahlen in den Jahren von 2010 bis 2016 um fast 30 Prozent gesteigert hat (aktuell 1,209 Millionen Übernachtungen); dass im vergangenen Jahr die Spielscheune 94 764 Besucher begrüßen konnte – gegenüber 65 881 in 2014; dass die Nordsee-Lagune im selben Zeitraum ihre Zahlen von 52 594 auf 66 561 Besucher gesteigert hat; dass die öffentliche Hand und die privaten Leistungsträger in den vergangenen drei Jahren mehr als 13 Millionen Euro in Butjadingen investiert haben – die Investitionen der kleinen Vermieter seien da noch gar nicht eingerechnet, merkte Birgitt von Thülen an.
Das sind nur einige der Zahlen, mit denen TSB und Gemeinde belegen, dass Butjadingen mit seinem Tourismus „auf einem ganz hervorragenden Weg“ ist, wie Ina Korter es ausdrückte. Der Tourismusbericht ist vorerst in einer Auflage von 1000 Exemplaren erschienen. Bürger können ihn in den Tourist-Infos in Burhave und Tossens bekommen. Der aktuelle Bericht soll keine Eintagsfliege sein. Vielmehr soll ein solcher Tourismusbericht nun alljährlich erscheinen.
http://www.butjadingen.de/service/tourismusbericht
NWZ 15.04.2017
Das ist einzigartig im Verkehrsverbund
Detlef Glückselig
Das Angebot gilt vorerst bis Jahresende. Es wird aus den Kurbeiträgen finanziert.
Butjadingen An der Bushaltestelle nach Kleingeld kramen, um das Ticket lösen zu können? Das können sich Urlauber in Butjadingen künftig sparen. Ab dem 1. Mai fahren sie auf der Linie 408, die zwischen Nordenham und Tossens pendelt und dabei auch Burhave ansteuert, zum Nulltarif: Gästekarte vorzeigen, einsteigen – los.
Strandläufer haben die Initiatoren das neue Angebot getauft, das Bürgermeisterin Ina Korter, Robert Kowitz und Philipp Grunemann von Tourismus-Service Butjadingen (TSB), Jürgen Sprickerhof vom Bürgerbus-Verein sowie Andreas Jung von den Verkehrsbetrieben Wesermarsch (VBW) und Stefan Bendrien vom Zweckverband Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (ZVBN) am Donnerstag vorgestellt haben.
Dass Urlaubsgäste gratis mit dem Bus fahren können, ist nach den Recherchen von Robert Kowitz einmalig in Niedersachsen. Stefan Bendrien kann das bestätigen. „So etwas gibt es bislang im gesamten Verkehrsverbund nicht“, sagt er, „ein Super-Angebot. Alle anderen Ferienregionen werden nach Butjadingen schauen“.
Finanziert wird dieses „Super-Angebot“ aus den Kurbeiträgen. Möglich ist das laut Ina Korter durch eine erst vor vier Wochen in Kraft getretene Änderung des Niedersächsischen Kommunalabgabengesetzes, die Städte und Gemeinden in die Lage versetzt, Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs finanziell zu fördern. Butjadingen hat auf diese Änderung schnell reagiert und kann nun mit dem Strandläufer auf ein Alleinstellungsmerkmal verweisen – das zudem dem Ziel der Gemeinde, sich als klimafreundlich zu empfehlen, entgegenkomme, wie Ina Korter betont.
Urlaubsgäste können nun bequem und kostenlos mit dem Bus von Ort zu Ort oder von Strand zu Strand fahren, zudem auch ohne Auto und Parkplatzsuche Nordenham besuchen – wovon nach der Überzeugung der Initiatoren auch die Nachbarstadt erheblich profitieren wird. Zudem wird Gästen eine Anreise ohne Auto erleichtert: Die Linie 408 hat direkt Anschluss an die Züge, die am Nordenhamer Bahnhof ankommen oder abfahren.
Ein weiterer wichtiger Effekt, den sich die Initiatoren erhoffen, ist die bessere Auslastung der 408, die im Rahmen eines zweijährigen Modellversuchs seit Dezember 2015 im Zwei-Stunden-Takt zwischen Butjadingen und Nordenham pendelt. Bei den Fahrgastzahlen ist noch Luft nach oben. Trägt das Angebot für Urlauber nun zur besseren Auslastung bei, ist die Chance größer, dass der Zwei-Stunden-Takt über die zwei Jahre hinaus beibehalten wird.
NWZ 4.2.2017
Kurverwaltung wieder unter einem Dach
Ulrike Krebs
TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz erhofft sich Synergieeffekte. Das Gebäude war bereits 2004 bei einem Brand erheblich beschädigt worden.
Burhave „Die neuen Räumlichkeiten des Atriums werden für die Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen einen Quantensprung mit sich bringen“ sagte Robert Kowitz am Donnerstag anlässlich des „Tags der offenen Tür“ im Atrium. Der TSB-Geschäftsführer erhofft sich von den aufwendigen Umbauarbeiten im Gebäude an der Strandallee 61 viele Synergieeffekte, weil jetzt alle Mitarbeiter der TSB endlich unter einem Dach in Burhave arbeiten und nicht länger dezentral verteilt sind.
In seiner Eröffnungsrede dankte er dem Aufsichtsrat, dem Architekten, den vielen Handwerkern und seinen eigenen Mitarbeitern für ihr großes Engagement und ihre Geduld. Auch Architekt Thomas Schramm sprach den Handwerksbetrieben, die Hand in Hand gearbeitet hatten, seinen Dank aus. „So würde ich mir jede Baustelle wünschen“, meinte der Nordenhamer.
Bürgermeisterin Ina Korter lobte die vorgenommenen energetischen Maßnahmen und wünschte den Mitarbeiter der TSB ein angenehmes Arbeiten in den lichtdurchfluteten Büroräumen.
Drei Jahre lang hatten die Sanierungsarbeiten des vor 13 Jahren ausgebrannten Verwaltungstraktes angedauert. Es galt, 300 des insgesamt 460 Quadratmeter großen Areals komplett umzubauen. Die größte Herausforderung bestand nach Einschätzung von Thomas Schramm dabei in den bauamtlichen Vorgaben. Denn die brandschutztechnischen Anforderungen haben sich in den vergangenen zwölf Jahren immer wieder verschärft. Auch sei es nicht leicht gewesen, den Brandgeruch, der sich über die Jahre in den Räumen festgesetzt hatte, endgültig zu eliminieren.
Insgesamt wurden rund 275 000 Euro in den Umbau des nunmehr barrierefreien Gebäudes investiert. Der Eigenanteil der TSB beläuft sich auf circa 100 000 Euro. Geschäftsführer Robert Kowitz ist davon überzeugt, dass das Geld gut angelegt ist. Er geht davon aus, dass in den nächsten 20 Jahren keine weiteren größeren Baumaßnahmen in dem ebenerdigen Backsteinbau erforderlich sein werden.
Das „Haus des Gastes“ verfügt jetzt neben modernen Büroräumen für die Verwaltung über einen großzügigen und repräsentativen Eingangsbereich mit Sitzmöglichkeiten, die von den Besuchern bereits genutzt werden. Seit Anfang Dezember arbeiten alle 26 fest angestellten Mitarbeiter und die fünf Auszubildenden der TSB in ihren neuen Büroräumen. Sie sind froh, dass die Zeit der Provisorien und Übergangslösungen ein Ende gefunden hat.
Der seit dem Brand in 2004 nicht mehr genutzte Verwaltungstrakt des Atriums war nicht früher saniert worden, weil die vorherigen Verantwortlichen der Tourismus-Gesellschaften den von der Versicherung seinerzeit erstatteten Brandschaden genutzt hatten, um finanzielle Haushaltslöcher zu stopfen.
NWZ 3.11.2016
Kurgesellschaft
Bestes Jahresergebnis „seit Ewigkeiten“
Detlef Glückselig
Der Jahresabschluss für 2015 liegt vor. Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung haben ihn abgesegnet und dem Geschäftsführer Entlastung erteilt.
Butjadingen Jürgen Sprickerhof kann seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender von Tourismus-Service Butjadingen (TSB) und der Butjadingen Kur und Touristik GmbH (BKT) guten Gewissens an seine Nachfolger abgeben. „Die Kurgesellschaft steht heute in allen Bereichen deutlich besser da als noch vor fünf Jahren“, so der Grünen-Ratsherr.
Das belegt auch der Jahresabschluss für 2015, den Jürgen Sprickerhof und TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz am Mittwoch bei einem Pressegespräch im Atrium in Burhave vorgestellt haben. Mit einem Überschuss in Höhe von 176 200 Euro haben TSB, BKT und die TSB Geschäftführungs GmbH das beste Jahresergebnis „seit Ewigkeiten“, so Sprickerhof, erzielt.
2014 hatte Sturmtief Xavier mit seinen zerstörerischen Folgen die schwarze Null, die die Kurgesellschaft als Ziel angepeilt hatte, knapp vereitelt – unterm Strich stand für das Jahr ein Defizit in Höhe von 6500 Euro. Dem gegenüber bedeutet der Überschuss von mehr als 176 000 Euro in 2015 ein sehr deutliches Plus.
Zu erklären ist es nicht zuletzt dadurch, dass die Pachten erhöht wurden, die die TSB für die Nutzung der Liegenschaften an die BKT abführt. Das hört sich wie ein Nullsummenspiel an, bei dem Geld von der einen in die andere Tasche umverteilt wird. Ist es aber nicht. Denn die Kurgesellschaft hat die höheren Pachten auf die Kurbeiträge, die die Urlauber zahlen, umgelegt – und damit eine Möglichkeit genutzt, der BKT zu mehr Liquidität für Investitionen zu verhelfen.
Die Einnahmen aus den Kurbeiträgen beliefen sich im Jahr 2015 auf knapp 2 Millionen Euro gegenüber 1,6 Millionen Euro in 2014. Hinzu kommt eine weitere Steigerung bei den Übernachtungszahlen – von 1,123 Millionen auf 1,150 Millionen Übernachtungen. Ebenfalls zugelegt hat 2015 die Spielscheune mit 85 000 Gästen. Sie spülten 40 000 Euro mehr an Einnahmen in die Kasse als 2014. Die TSB hat ihre Umsatzerlöse von 2,536 Millionen Euro auf 2,8 Millionen Euro gesteigert. Darin noch nicht berücksichtigt sind Zahlungen, die die Gemeinde an die Kurgesellschaft leistet. Auf der Ausgabenseite gab es ebenfalls eine Steigerung – nämlich von 3 auf 3,4 Millionen Euro, die jedoch wesentlich den höheren Pachten geschuldet sind.
Die Personalkosten beliefen sich 2015 auf 890 000 Euro – rund 50 000 Euro mehr als im Jahr davor. Für 2016 rechnen Robert Kowitz und Jürgen Sprickerhof mit einer Steigerung um weitere 38 000 Euro. Grund dafür ist der gerade abgeschlossene Haustarif.
Die BKT hat im vergangenen Jahr 402 000 Euro investiert – 85 000 Euro davon sind ins Haus des Gastes geflossen, in das die gesamten Kurverwaltung binnen der nächsten zwei Monate umziehen wird. Für 70 000 Euro hatte die BKT mehr als 100 neue Strandkörbe angeschafft.
Für 2016 geht die Kurgesellschaft davon aus, dass sie das gute Ergebnis des Vorjahres erneut erreichen, möglicherweise sogar toppen wird. „Die vor fünf Jahren begonnene Konsolidierung ist abgeschlossen. Auf dieser Basis kann man weiterarbeiten“, lautet die Bilanz von Jürgen Sprickerhof. Sein Nachfolger als Vorsitzender des BKT-Aufsichtsrats wird, wie berichtet, Jochen Kiebitz von der FDP. Wer den Chefposten im Aufsichtsrat der TSB übernimmt, ist noch offen.
NWZ 25.6.2016
Zielgruppe: Familien mit Kleinkindern
Rolf Bultmann
Weitere Infrastrukturmaßnahmen im Freizeitbereich sollen umgesetzt werden. Eine Idee ist die Schaffung eines Babystrandes.
Butjadingen Die steigenden Übernachtungszahlen in Butjadingen müssen mit entsprechenden Infrastrukturmaßnahmen im Freizeitbereich begleitet werden. Zudem sollen neue Großprojekte auch der Tourismusgesellschaften die Attraktion der Nordseebädergemeinde weiter steigern. Das sind zwei von sieben Schwerpunktthemen, mit denen der Marketingbeirat der Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen (TSB) seinen Beitrag dazu leisten möchte, dass das Ziel des touristischen Entwicklungskonzepts, bis 2018 in Butjadingen 1,4 Millionen Übernachtungen im Jahr zu verbuchen, erreicht wird.
Möglichkeiten geprüft
Konkrete Vorschläge oder Ideen für neue Großprojekte wie die Burhaver Nordseelagune oder den Tossenser Friesenstrand gebe es noch nicht, berichtete TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz. Bei den regelmäßigen Treffen des Marketingbeirats in den vergangenen zwei Monaten habe man sich aber bereits mit dem Thema beschäftigt. Zusammen mit Bauamtsleiter Axel Linneweber seien anhand von Flächennutzungsplänen und von Bebauungsplänen die Möglichkeiten für weitere touristische Entwicklungen geprüft worden.
Beim Marketingbeirats-Treffen im Mai waren Infrastrukturmaßnahmen insbesondere für Familien mit Kleinkindern das Schwerpunktthema. Diese Zielgruppe sei für Butjadingen sehr attraktiv, da die Familien auch außerhalb der Saison reisen können. Eine mögliche Infrastrukturmaßnahme für Familien mit Kleinkindern sei die Schaffung eines Babystrandes mit den dafür erforderlichen sanitären Einrichtungen.
Für die aktuelle Saison wurde bereits in der Nordseelagune eine 400 Quadratmeter große zusätzliche Sandfläche mit 40 Liegen und 20 Reetsonnenschirmen geschaffen. Zudem wurden für die Nordseelagune 60 weitere Strandkörbe angeschafft. Neu ist auch ein Beachsoccerfeld.
Digitalisierung ist Thema
Bei seinem jüngsten Treffen in dieser Woche setzte sich der Beirat mit dem Schwerpunktthema Digitalisierung auseinander. Auch in diesem Bereich müsse Butjadingen auf die geänderten Anforderungen reagieren. Die Webseite der TSB müsse an alle Endgeräte angepasst werden, zumal 40 Prozent der Nutzer den Internetauftritt über Smartphone oder Tablet aufrufen.
Das Interesse von privaten Investoren an Butjadingen, die Projekte in Burhave, Tossens und Fedderwardersiel planen, sei ein Zeichen für die gute Arbeit nicht zuletzt im Tourismusbereich, aber auch eine Herausforderung für den Kurbetrieb, so die Meinung des TSB-Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Sprickerhof. Ganz wichtig sei das Zusammenspiel zwischen Investitionen und Infrastrukturmaßnahmen.
Butjadingen habe mit einer gestiegenen Nachfrage sowie auch mit einer besseren Außendarstellung das Interesse von Investoren geweckt. Mit den daraus resultierenden Infrastrukturmaßnahmen sei die Nordseebädergemeinde auch für Neubürger interessant, bilanzierte Christoph Muth, Generalmanager von Center Parcs in Tossens.
NWZ 20.5.2016
Butjadingen ist Niedersachsens erstes Kinderferienland
Rolf Bultmann
Butjadingen Familien mit Kindern ist das Hauptklientel unter den Urlaubern in Butjadingen. Bei der darauf ausgerichteten Werbung kann die Nordseebädergemeinde jetzt ein weiteres Gütesiegel einsetzen. Als erster Ort in Niedersachsen erhielt Butjadingen die Auszeichnung „Kinderferienland“.
Das einem Gütesiegel gleichkommende Zertifikat erhielt Robert Kowitz, Geschäftsführer der Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen, an diesem Donnerstag in Cloppenburg von Daniela Behrens, Staatssekretärin im niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.
„Wir sind natürlich froh und glücklich darüber, dass wir dieses Ziel als erste Tourismusgemeinde in Niedersachsen erreicht haben“, kommentierte Robert Kowitz die Auszeichnung. Sie sei auch ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit mit den bereits seit längerer Zeit als „Kinderferienland“ zertifizierten Partnern.
Das Gütesiegel ist eine Qualitätsoffensive der landeseigenen Tourismus-Marketing Niedersachsen GmbH und wird bereits seit 2011 in den Kategorien „Gastronomie“, „Unterkunft“ und „Entdecken und Erleben“ vergeben. In Butjadingen wurden bereits Center Parcs Nordseeküste in Tossens, die Spielscheune und die Nordseelagune in Burhave, die drei Knaus-Campingplätze sowie das Kurhotel Strandhof von Brunhilde Wedelstaedt in Tossens als „Kinderferienland“ zertifiziert.
Seit Anfang dieses Jahres haben nun auch besonders familienfreundliche Orte die Möglichkeit, sich mit dem Gütesiegel auszeichnen zu lassen. Dafür musste Butjadingen einige weitere Kriterien unter anderem in den Bereichen Spielplätze und Informationen für Kinder erfüllen, berichtete Robert Kowitz.
„Wir gratulieren der Gemeinde Butjadingen zur erfolgreichen Zertifizierung. Sie ist die Bestätigung der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und ihren einzelnen Leistungsträgern sowie ihrem Einsatz für den Urlaub mit und für Kinder“, freute sich auch Carolin Ruh, Geschäftsführerin der Tourismus-Marketing Niedersachsen GmbH.
NWZ 01.10.2015
Bei Übernachtungszahlen weiter zugelegt
Detlef Glückselig
Der Aufwärtstrend hält an. Kurdirektor Robert Kowitz geht davon aus, dass sich daran auch im kommenden Jahr nichts ändern wird. Dabei soll das neue Heft helfen.
Butjadingen Kurdirektor Robert Kowitz sieht rundum zufrieden aus. Dazu hat er auch allen Grund: Butjadingen hat bei den Übernachtungszahlen in der aktuellen Saison erneut zugelegt und erzielt Zuwächse, von denen andere nur träumen können. Und damit das auch im kommenden Jahr so ist, geht Tourismus-Service Butjadingen (TSB) schon jetzt mit dem Urlaubermagazin 2016 an den Markt – vor allen anderen Ferienregionen an der niedersächsischen Nordseeküste, wie Robert Kowitz am Mittwoch bei der Präsentation des 120 Seiten starken Heftes betonte.
20 Prozent in den vergangenen fünf Jahren: Auf so üppige Zuwachsraten bei den Übernachtungszahlen wie die TSB können anderen Touristiker an der Küste nicht verweisen. 1,12 Millionen Übernachtungen gab es für das Jahr 2014 zu verbuchen. Robert Kowitz geht davon aus, dass die Zahl in diesem Jahr noch einmal um 30 000 in die Höhe klettern wird – und damit in Richtung der 1,4 Millionen Übernachtungen, die sich Butjadingen für 2018 als Zielmarke gesetzt hat.
Das neue Urlaubermagazin hat Robert Kowitz am Mittwoch im Atrium in Burhave zusammen mit TSB-Marketingleiterin Heike Geils, Mitarbeiter Philipp Grunemann und der Auszubildenden Hannah Greve sowie mit Ute Nordhausen von der Touristik-Information Stadland und Dörte Völkers von Jade Touristik vorgestellt. Die beiden Frauen saßen mit im Boot, weil in dem Heft auch Jade und Stadland als Feriengemeinden beworben werden. Außerdem dabei war Claudia Hecht. Sie vertrat die Agentur Goldbutt Communication aus Bordesholm, die das Magazin im Auftrag der TSB erstellt hat.
Von dem Urlaubermagazin 2015 hatte die TSB 30 000 Exemplare drucken lassen. Was sich als zu wenig erwies – 5000 zusätzliche Hefte hatten nachgedruckt werden müssen. Das Magazin für 2016 geht nun direkt mit 35 000 Exemplaren an den Start. Sie werden bei Messen verteilt, auf Anfrage an potenzielle Urlaubsgäste verschickt und liegen natürlich auch in den Tourist-Infos in Butjadingen, Stadland und Jade aus.
Das Heft bietet emotionale Bilder, die Lust machen auf Urlaub in Butjadingen – das Titelbild wurde über ein Gäste-Voting ausgewählt. Dazu gibt es einen Überblick über Gastgeber, über Sportangebote und Veranstaltungshighlights, zahlreiche Rabatt- sowie Pauschal-Angebote unter anderem für Urlauber, die mit Hund anreisen, und für Gäste „in den besten Jahren“. Und weil die Butjenter zwar hinterm Deich, nicht aber hinterm Mond leben, steht all das zum Angucken, Durchblättern und Herunterladen auch online auf der TSB-Homepage zur Verfügung.
Schmankerl am Rande: Das neue Urlaubermagazin gab’s zumindest bei der Präsentation sogar flüssig – in Form von kleinen, mit Prosecco gefüllten Getränkedosen, die mit dem Heftcover bedruckt sind. Ob der Gag in Serie geht, steht aber noch nicht fest.
NWZ 15.4.2015
Mehreinnahmen werden investiert
Rolf Bultmann
Der Naturerlebnispfad im Langwarder Groden soll zum neuen Aushängeschild werden. Er wird an diesen Mittwoch eingeweiht.
Butjadingen Die Zahl der Strandkörbe an den Nordseestränden in Burhave, Tossens und Eckwarderhörne soll um 50 auf 500 aufgestockt werden. Für dieses Jahr sei die Anschaffung von rund 100 neuen Strandkörben vorgesehen, um neben dem jährlichen Austausch der altersabgängigen Exemplare auch den Bestand den Nachfragen anpassen zu können, berichtete Robert Kowitz.
Nach Auskunft des Geschäftsführers der Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen (TSB) ist die Investition in neue Strandkörbe jedoch bei weitem nicht die einzige für 2015 geplante Maßnahme. Die in 2014 erneut gestiegenen Gäste- und Übernachtungszahlen – die NWZ berichtete – haben über den Kurbeitrag zu Mehreinnahmen geführt, die nun verstärkt in Instandhaltungsmaßnahmen investiert werden sollen.
Einen um 15 Prozent höheren Erlös habe die TSB im vergangenen Jahr auch mit der Burhaver Nordseelagune verbuchen können. Obwohl die Besucherzahl auf über 52 000 angestiegen war, sei die Wasserqualität in dem einzigartigen Meerwasser-Badesee in 2014 die beste seit vier Jahren gewesen, so Robert Kowitz.
Ausgezahlt haben sich nach Auskunft des TSB-Geschäftsführers auch die in den vergangenen fünf Jahren vorgenommenen Investitionen in der Burhaver Spielscheune mit einem Gesamtvolumen von über 200 000 Euro. Dafür waren neue Attraktionen wie das Multi-Funktionsfeld und die große Kartbahn geschaffen worden. In 2014 sei ein Umsatzplus von sechs Prozent erwirtschaftet worden.
Neben den neuen Strandkörben will die Tourismusgesellschaft in diesem Jahr etliche weitere Projekte fortführen oder in Angriff nehmen. Begonnen wurde mit der Anlegung von neuen Wegen und Brücken im Burhaver Kurpark hinter der Spielscheune.
Vollendet werden soll die Neugestaltung der Aussichtsplattform auf dem Burhaver Deich. Auf der Betonplatte der ehemaligen Strandhallenfläche sollen unter anderem hohe, drehbare Ruhebänke und ein quaderförmiges Veranstaltungsgebäude errichtet werden. Die Bauanträge sei bereits gestellt werden, berichtete Robert Kowitz.
Er setzt große Erwartungen auf den neuen Naturerlebnispfad im Langwarder Groden, der an diesem Mittwoch mit einem Festakt (ab 10.30 Uhr) von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel eingeweiht wird. Das Projekt „Natur erleben“ dürfte zum neuen Aushängeschild für Butjadingen werden, hofft der TSB-Geschäftsführer.
Robert Kowitz rechnet mit 100 000 bis 250 000 Besuchern im Jahr, die sich im Langwarder Groden vom einzigartigen Naturerlebnis beeindrucken lassen möchten.
NWZ 01.08.2014
„Im Kurbetrieb wird gut gewirtschaftet“
Butjadinger Tourismusgesellschaften schließt Geschäftsjahr 2013 mit einem Überschuss ab
Es wurden aber nicht nur Mehreinnahmen erzielt. Gestiegene Personalkosten erhöhten auch die Ausgaben.
Jochen Eilers
Butjadingen Mehr Gäste, mehr Übernachtungen und verbesserte Einnahmen in allen Bereichen – die Butjadinger Kurgesellschaften haben im Wirtschaftsjahr 2013 einen Überschuss von rund 51 900 Euro
erwirtschaftet. Die Zahlen wurden am Mittwoch den Aufsichtsräten vorgelegt. Und diese empfehlen dem Gemeinderat und der Gesellschafterversammlung die Entlastung von Geschäftsführer Robert Kowitz und den Aufsichtsräten.
49 500 Euro Überschuss wurde 2013 dem Eigenkapital der gemeindeeigenen Butjadingen Kur- und Touristik (BKT) hinzugefügt.
„Das verbessert die Situation des Eigenkapitals und ist angesichts eines Verlustvortrages von rund einer Million Euro auch dringend notwendig“, fasste der Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Sprickerhoff bei einem Pressegespräch zusammen. Den Kommanditisten der Tourismus-Service Butjadingen (TSB) wurde auf die Gesellschafterkonten ein Überschuss von 2400 Euro gutgeschrieben.
Im Vergleich zum Jahr 2012 sei der Überschuss zwar geringer ausgefallen. „Wir hatten aber 2012 auch Sondereffekte in der Bilanz wie eine Versicherungsauszahlung. Wenn man diese Effekte aus der Bilanz
herausnimmt, haben wir 2013 sogar ein um rund 20 000 Euro besseres Ergebnis als 2012 erwirtschaftet“, rechnete Jürgen Sprickerhoff vor.
Möglich sei diese Steigerung vor allem durch die höheren Gäste- und Übernachtungszahlen, gestiegene Kurbeitragseinnahmen und durch bessere Einnahmen in allen Bereichen des Kurbetriebs.
Dank der um vier Prozent gesteigerten Übernachtungszahlen im Jahr 2013 stiegen die Einnahmen der Kurbeiträge um 48 000 Euro auf insgesamt 1,409 Millionen Euro. Die Spielscheune steigerte die Eintrittsgelder um 2900 Euro auf 123 000 Euro insgesamt und auch bei der Burhaver Nordseelagune
verbesserten sich die Eintrittsgelder um 7800 Euro auf 108 000 Euro bei rund 60 000 Besuchern.
Allerdings hat der Kurbetrieb auch mehr Personalkosten im vergangenen Jahr in Kauf nehmen müssen. „Wir haben längere Öffnungszeiten in Touristinfo, Lagune und Spielscheune eingeführt. Längere
Öffnungszeiten bedeuten auch größere Personalkosten“, rechnete Geschäftsführer Robert Kowitz vor. Zudem wurden einige neue Arbeitsverhältnisse besser vergütet. Insgesamt stiegen die Personalkosten
von 767 000 im Jahr 2012 um 48 000 Euro auf 815 000 Euro im Jahr 2013.
Insgesamt zeigte sich Jürgen Sprickerhoff mit dem Jahresabschluss 2013 sehr zufrieden. „Es ist ein gutes Ergebnis. Es war ein gutes Jahr 2013 mit mehr Gästen, mehr Kurbeitrag und einer insgesamt
guten Entwicklung. Große Überschüsse können mit dem Kurbetrieb ohnehin nicht erzielt werden“, so Jürgen Sprickerhof.
Nicht zu vergessen sei, dass die Kurgesellschaft im vergangenen größere Investitionen für Ausbau und Instandhaltung der Infrastruktur getätigt habe und dennoch ein so gutes Ergebnis erzielt wurde.
„Hier wird also gut gewirtschaftet“, lobte Jürgen Sprickerhof.
NWZ 17.07.2014
Freudentag für die Kitesurfer
Genehmigte Zone am Strand vor Burhave zur Nutzung freigegeben
Das neue Areal für die Kitesurfer sei eins der besten an der deutschen Küste. Es könne unabhängig von der Windrichtung genutzt werden.
Fedderwardersiel Es ist ein Freudentag für die Kitesurfer nicht nur aus der nördlichen Wesermarsch: Die von der Wattenmeer-Nationalparkverwaltung im April genehmigte neue Kitesurfzone am
Burhaver Strand darf nun endlich auch genutzt werden. Sie wurde jetzt mit der Abnahme der erfüllten Auflagen für die Anhänger der Trendsportart mit Surfbrett und Lenkdrachen freigegeben.
Zu den Auflagen gehörten das Setzen der Markierungsbojen, wobei die Tourismus-Servicegesellschaft
Butjadingen (TSB) von der DLRG unterstützt wurde, und das
Aufstellen von zwei Hinweisschildern auch mit den Nutzungsbedingungen für die Kitesurfzone.
Nunmehr habe Butjadingen die einzige Kitesurfzone an der Nordseeküste zwischen Cuxhaven und dem Wangerland, freute sich TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz über einen weiteren Standortvorteil beim Werben um Touristen.
Das rund 20 Hektar große Kitesurf-Areal befindet sich unmittelbar am Burhaver Strand zwischen dem Wattensteg bei der Nordseelagune und der Einfahrt zum Fedderwardersieler Yachthafen. Vier orangene
Bojen markieren die bis in den Fedderwarder Priel hineinreichende Kitesurfzone. Zu Ruhezone im Wattenmeer wird ein Abstand von rund 900 Metern eingehalten.
Für das Burhaver Areal gibt es jedoch Beschränkungen. Das Kitesurfen ist nur von April bis Oktober erlaubt. Gesurft werden darf zudem nur von drei Stunden vor bis drei Stunden nach Hochwasser.
Bei der Einrichtung der Kitesurfzone handelt es sich rechtlich gesehen um eine Befreiung von den Verboten des Nationalpark-Gesetzes. Sie ist auch für die Burhaver Kitesurfzone jedoch bis Oktober 2018
befristet. Dann muss sie neu beantragt werden.
Für die Kitesurfer hat der Butjadinger Yachtclub inzwischen eine eigene Sparte gegründet, bestätigte
Vorsitzender Christian Antons. Sie hat bislang sieben Mitglieder. Er gehe davon aus, dass es bald 15 bis 20 Kitesurfer
sein werden, so der Vorsitzende.
Ein Spartenleiter wurde noch nicht gewählt. Deshalb hat sich Bernhard Röper (mail@b-roeper.de) in Absprache mit den
anderen Kitesurfern als Ansprechpartner zur Verfügung gestellt. Sie sind sehr erfreut darüber, im Butjadinger Yachtclub eine „Heimat“ gefunden haben, zumal sie nun auch dessen Areal und Anlagen in
unmittelbarer Nähe der neue Kitesurfzone nutzen können.
NWZ 10.07.2014
In die Infrastruktur investieren
Erste detaillierte Vorstellung des touristischen Entwicklungskonzepts
Rund 150 Bürger und Anbieter verfolgten die Präsentation. Sie wurden zu einer aktiven Beteiligung aufgerufen.
Burhave Eineinhalb Jahre wurde hinter verschlossenen Türen am touristischen Entwicklungskonzept 2018 gestrickt. Im Bürgermeisterwahlkampf wurde es fast zum Glücksbringer für die
Nordseebädergemeinde Butjadingen gestempelt. Jetzt gab es erstmals detaillierte Informationen darüber, wie in den nächsten fünf Jahren die Übernachtungszahlen um 40 Prozent auf 1,4 Millionen
gesteigert werden soll, was das Ziel der Konzepts ist.
Vor 150 interessierten Bürgern und touristischen Anbietern stellte Robert Kowitz, Geschäftsführer der Butjadinger
Tourismusgesellschaften, im Burhaver Rathaussaal die Eckdaten des Programms vor. 383 verschiedene größere und kleine Projekte, Einzelmaßnahmen oder Bausteine hat das Zukunftskonzept, die jeweils nach
Prioritäten geordnet sind.
„Es ist ein lebendiges Papier, das ganz Butjadingen durchleuchtet und fortwährend weiterentwickelt, geprüft und umgesetzt wird“, so Robert Kowitz. Statt eines teuren Experten-Gutachtens sei der
Sachverstand aller in Butjadingen am Tourismus Beteiligter zusammengeflossen. „Das ist, soweit ich weiß, einmalig in der Bundesrepublik“, ist Robert Kowitz stolz.
Doch das touristische Zukunftskonzept sei weder Selbstzweck noch ein Selbstläufer. „Wenn wir im Konkurrenzkampf bestehen und den Folgen des demografischen Wandels entgegenwirken wollen, müssen wir
dieses Konzept umsetzen“, warb Robert Kowitz.
Nur mit diesem Konzept seien die Sicherung der Grundversorgung, attraktive Freizeitangebote, der Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen, neue Investitionen und der Werterhalt der Immobilien in
Butjadingen überhaupt zu erreichen. Das Gelingen hänge aber auch von der Leidenschaft und dem Engagement aller Bürger sowie dem Verantwortungsbewusstsein von Politik, Verwaltung, Leistungsträgern und
Dienstleitern ab.
Wenn Butjadingen als Ferienregion weiterentwickelt werde, sollte dennoch der ursprüngliche Charakter mit dem engen Bezug zur Landwirtschaft und Nachhaltigkeit mit naturverbundenen Angeboten im
Vordergrund stehen. Dafür gelte es auch, die vorhandenen Stärken besser zu nutzen. „Wir haben nicht den Bekanntheitsgrad wie Sylt. Aber wir brauchen auch nicht schüchtern zu sein“, warb Robert Kowitz
für mehr Selbstbewusstsein.
Neben Investitionen in die Infrastruktur der Feriengemeinde sind Marketing und Vertrieb das zweite Hauptfeld des Zukunftskonzeptes. Qualität und Service sollen in den Betrieben verbessert, eine
bessere Kommunikation und Weiterbildung aller Anbieter von der Kurgesellschaft angeboten werden.
Zudem soll die Zimmervermittlung die Zahl der gebuchten Zimmer massiv vergrößern, neue Medien sollen vermehrt Gäste anlocken Insgesamt brauche es dafür aber auch finanzielle und personelle
Veränderungen innerhalb der Kurgesellschaft, kündigte Robert Kowitz an, ohne Details zu nennen
NWZ 26.02.2014
Erneut Übernachtungs-Millionär
TSB möchte die Buchungszahl in ihrer Zimmervermittlung steigern
Zu den Werbemaßnahmen gehören auch vier Imagefilme. In diesem Jahr sollen zwei weitere hinzukommen.
Butjadingen Im dritten Jahr in Folge hat die Nordseebädergemeinde Butjadingen in 2013 die Millionen-Grenze bei der Zahl der Übernachtungen „geknackt“. 1 054 851 Übernachtungen bedeuten
gegenüber 2012 einen Zuwachs von 43 492 Übernachtungen oder 4,3 Prozent. Bis 2018 soll die Zahl der Übernachtungen auf 1,4 Millionen erhöht werden.
Das ist das Ziel des neuen touristischen Entwicklungskonzept der Tourismus-Servicegesellschaft
Butjadingen (TSB), das dafür auch verschiedene Marketing-Maßnahmen vorsieht. Zu ihnen gehört auch eine deutliche Steigerungen der
Quartierbuchungen in der TSB-Zimmervermittlung.
In 2012 konnte die TSB bei 1708 Buchungsanfragen ein Urlaubsquartier in Butjadingen vermitteln. In diesem Jahr sollen es 3000 Buchungen mit 18 000 Übernachtungen und bis 2018 sogar 10 000 Buchungen
mit 55 000 Übernachtungen werden. Das würde dann einen Gesamtumsatz von 1 Million Euro ausmachen, erläuterte TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz beim jüngsten Butjadinger Tourismustag.
Dafür müssten der TSB-Zimmervermittlung von den Vermietern aber weitere Quartiere insbesondere für die Vor- und Nachsaison zur Verfügung gestellt werden, zumal in der Hauptsaison die meisten
Unterkünfte ausgebucht sind. Deshalb konnten in 2012 auch nur 37 Prozent der Buchungsanfragen mit einer Zimmervermittlung befriedigt werden.
Werben will die TSB künftig auch verstärkt über ihrem Internetauftritt. Dort sind bereits vier Imagefilme (Radfahrparadies Butjadingen/Spielscheune/Unesco Weltnaturerbe Wattenmeer/Nordseelagune)
abrufbar. In diesem Jahr werden zwei weitere Filme (Friesenstrand Tossens/Maritimes – Land und Leute) hinzukommen, so Kowitz.
NWZ 22.10.2013
Ein Urlaubsgefühl vermitteln
TSB investiert rund 20 000 Euro in Runderneuerung der Homepage
Viele Neuerungen sollen dem Gast die Suche erleichtern. Auch die Vermieter sollen von der Investition profitieren.
Butjadingen Große und emotionale, der Jahreszeit entsprechende Bilder sollen Lust auf einen Urlaub auf der Halbinsel Butjadingen machen. Zur Online-Buchung eines Quartiers sind nur noch wenige
Klicks erforderlich. „Jetzt können wir im Konzert der großen Internet-Präsentation mitspielen“, freut sich Robert Kowitz,
Geschäftsführer der Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen (TSB).
Die hat rund 20 000 Euro in die Runderneuerung ihrer Homepage (www.butjadingen.de) investiert, die jetzt in der aktuellen Herbst-Ausgabe online geschaltet ist. Mit dieser Investition trägt die TSB
auch der steigenden Bedeutung der Online-Buchungen im Tourismus Rechnung.
Schon jetzt habe die TSB mit 400 von 1100 Buchungen (2013) einen recht hohen Anteil an Online-Abschlüssen, berichtete Robert Kowitz. Steigerungen seien insbesondere in der Hochsaison möglich, wozu
die TSB aber weitere Quartiere benötige, die bei ihr gebucht werden können.
Nach Auskunft des TSB-Geschäftsführers bieten derzeit circa 120 Vermieter rund 220 Objekte mit über 600 Betten über die TSB-Zimmervermittlung an. In Butjadingen verfügen aber rund 900 Vermieter über
8640 Betten.
Mit der neuen Homepage erhalten alle Vermieter ab sofort speziell für sie verfasste Vermieterinformationen über einen Vermieter-Login. Die Zugangsdaten dafür erhalten sie bei der TSB. Dann können von
ihnen auch Eigenbelegungen der Quartiere jederzeit eingegeben werden.
„Unser ehrgeiziges Ziel ist den Versand der Newsletter von derzeit circa 4000 auf bis zu 10 000 zu erhöhen und die Zugriffszahlen auf „www.butjadingen.de“ von 298 000 in 2012 auf 350 000 Zugriffe in
2013 zu steigern. Aktuell haben wir in diesem Jahr bis zum 17. Oktober bereits 327 591 Zugriffe verzeichnet, das bedeutet jetzt bereits eine Steigerung von rund zehn Prozent“, erläuterte
TSB-Marketingleiterin Heike Geils.
Sie stellte die neue Homepage gemeinsam mit Mitarbeiterin Janka Reiners, die sehr aktiv daran beteiligt war und auch die
Internet-Präsentation künftig betreut, sowie mit Projektmanagerin Nadine de Witt in der Agentur IC Tourismus in Leer vor.
Gut zwei Jahre haben TSB und die Agentur an der Erneuerung der Homepage gearbeitet.
Zu den Neuerungen gehören unter anderem eine großflächige interaktive Karte mit interessanten Orten und Sonderzielen, die tagesaktuelle Daten der neuen TSB-Wetterstation, die direkte Kommunikation
mit den Gästen durch die Gästeumfrage und die Möglichkeit, Radtourrouten und Fitnessprogramme in Butjadingen am Bildschirm zu planen.
Im Tourismus sei es sehr wichtig, mit einer Web-Präsentation den Gästen authentische Inhalte zu bieten. Dies Bedingung erfülle die neue Homepage, so Nadine de Witt.
NWZ 20.09.2013
Mehr Gäste und Geld anlocken
Marketingbeirat erarbeitet Konzept – Zahl der Übernachtungen steigern
Im Februar wurde die Erstellung des Konzeptes beschlossen. Fünf Treffen gab es bereits.
Der Marketingbeirat der Gemeinde Butjadingen stellte seine Arbeit vor. Von links: Christoph Muth, Rolf Blumenberg, Matthias Schulz, Gebhard Schild, Jürgen Sprickerhof, Inge Meyer, Robert Kowitz,
Wilhelm Has und Heike Geils
Bild: Felix Frerichs
Burhave Mehr Gäste, mehr Geld, neue Arbeitsplätze, mehr Kaufkraft: Diese Ziele wollen Hoteliers und andere touristische Anbieter gemeinsam mit der Kur- und Gemeindeverwaltung in
naher Zukunft erreichen.
Seit Februar arbeiten die Vertreter im Marketingbeirat, der 2010 ins Leben gerufen wurde, an einem Konzept, wie diese Vorhaben umzusetzen und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind.
Am Donnerstag haben die Mitglieder des neunköpfigen Gremiums den Fortschritt ihrer Arbeit zum ersten Mal vorgestellt. Das wichtigste Ziel aus Sicht der touristischen Akteure: In den nächsten Jahren
sollen deutlich mehr Gäste nach Butjadingen gelockt werden.
Konkret heißt das: Die Zahl der Übernachtungen soll um 40 Prozent steigen. „Bis 2018 erwarten wir 1,4 Millionen pro Jahr“, sagt Center-Parcs-Direktor Christoph Muth. Das Gremium peilt eine Steigerung um 400 000 Übernachtungen pro Jahr an.
Verlust an Kaufkraft
200 000 sind alleine nötig, um den Kaufkraftverlust als Folge des Einwohnerrückgangs wieder aufzufangen, sagt Muth.
Der Aufsichtsrat der Kurgesellschaft hatte im Februar beschlossen, zusammen mit den Akteuren des Tourismus in der Gemeinde ein zukunftsweisendes Konzept auf den Weg zu bringen. Die Teilnehmer, die
sich regelmäßig in sogenannten Workshops zusammenfinden, wollen einen Maßnahmenkatalog erarbeiten.
Kapazitäten nutzen
Neben den Übernachtungszahlen haben die Mitglieder des Beirates auch die Auslastung im Blick. Die Kapazitäten bei Hotels und Pensionen sollen künftig besser genutzt werden.
Ziel ist es, „die letzten Betten zu füllen“. Deshalb planen die Verantwortlichen einen Last-Minute-Kalender, in dem alle freien Gäste- und Hotelzimmer gesammelt und veröffentlich werden sollen. Eine
„Baustelle“ ist aus Sicht der Gremiumsmitglieder die Infrastruktur in der Gemeinde. Sie sei verbesserungswürdig. Auch an der Qualität einiger Übernachtungsangebote könne gearbeitet werden. Das
„Touristische Entwicklungskonzept Butjadingen“, so der Titel des Papiers, will der Beirat beim Tourismustag am 9. Februar 2014 präsentieren.
„Eine Menge Gutachten sind in den vergangenen Jahren in der Schublade verschwunden“, sagt Gebhard Schild, der im
Marketingbeirat die Hotels und Pensionen vertritt. Jetzt gelte es, konkrete Maßnahmen ins Auge zu fassen und diese umzusetzen.
NWZ 19.04 2013
Eindeutiges Bekenntnis zur Kutterregatta
Dreitägiges Spektakel findet nun doch statt – TSB holt Vereine mit ins Boot
Der regionale Charakter soll wieder aufleben. Am Programm muss aber noch gefeilt werden.
Fedderwardersiel Die bereits abgesagte 42. Fedderwardersieler Kutterregatta findet nun doch statt und zwar vom 26. bis 28. Juli. Veranstaltet wird sie federführend von der
Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen (TSB), die sich für die Organisation und Ausrichtung dieses traditionellen Großveranstaltung mehrere Butjenter Organisationen und Vereine mit ins Boot geholt
hat.
Es sind der Bürgerverein Fedderwardersiel, der Butjadinger Yachtclub, das Nationalparkhaus und Museum in Fedderwardersiel, die Butjadinger Fischerei-Genossenschaft,
die Fischer, die Wega-Reederei, die DLRG und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).
Bürgerverein organisiert die 29. Krabbenpulmeisterschaft
Zum Programm der 42. Fedderwardersieler Kutterregatta wird auch wieder die dann zum 29. Mal stattfindende Niedersächsische Krabbenpulmeisterschaft gehören. Die wird für den
Bürgerverein Fedderwardersiel dessen Vorstandsmitglied Peter von Häfen, ehemaliger Geschäftsführer der Butjadinger Fischerei-Genossenschaft, organisieren. Unterstützt wird der Bürgerverein von der
Fischerei-Genossenschaft sowie vom Nationalparkhaus und Museum. Dort werden dann auch die Anmeldungen entgegengenommen.
Politische Prominenz bei der Kutterregatta erhoffen sich TSB-Aufsichtsratschef Jürgen Sprickerhof für einen gesonderten Krabbenpulwettbewerb sowie Fischer Söhnke Thaden für Gespräche
in gemütlicher Atmosphäre über verschiedene Angelegenheiten.
Nach der Absage des Zeltwirtes und der Fischereigenossenschaft habe man sich zusammengesetzt und die Situation beraten. Dabei sei man sich sehr schnell einig geworden, dass diese
Traditionsveranstaltung nicht sterben dürfe, sonder auch ihren regionalen Charakter zurückbekommen müsse, berichtete TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz. Am Programm müsse man aber noch feilen. Dazu werde es jetzt regelmäßige Zusammenkünfte mit allen Beteiligten geben.
Fest steht bereits, dass sich sechs Fischer mit ihren Kuttern an den zweitägigen Gästefahrten beteilen werden. Erstmalig beteiligt sich der Butjadinger Yachtclub an der Gestaltung des
Rahmenprogramms. Er will für den Freitag eine Optimisten-Regatta im Hafen für die Jugend und eine Jux-Regatta für die
Erwachsenen organisieren.
NWZ 04.10.2012
Kurbetrieb erneut zertifiziert
Butjadingen/Wilhelmshaven Die Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen (TSB) ist jetzt als Partner des Nationalparks und des Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer zertifiziert. Sie
gehört damit zu den ersten Tourismus-Organisationen, die diesen weiteren Qualitätsnachweis erhielten.
Das Zertifikat überreichten Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung, und Birgit Fasting (zuständig für die Partnerinitiative) während einer Feierstunde in Wilhelmshaven TSB-Geschäftsführer
Robert Kowitz, TSB-Aufsichtsratschef Jürgen Sprickerhof und Marketing-Mitarbeiterin Nadine Heinzel.
Mit dem Zertifikat wird der Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen bestätigt, dass sie sich zu den Zielen des Nationalparks bekennt, dessen Erhalt und Entwicklung unterstützt sowie dies auch mit
ihren Tätigkeiten vermittelt. Die Erfüllung dieser Voraussetzung musste anhand eines ausführlichen Kriterienkatalogs nachgewiesen werden und auch einer Überprüfung standhalten.
NWZ 18.09.2012
Butjadingen nimmt Spitzenstellung ein
Hohe Qualität per Zertifikate nachgewiesen – Gute Leistungen und Kinderfreundlichkeit
Die Qualität spielt für Touristen eine immer größere Rolle. Gerade in diesem Punkt liegt Butjadingen vor anderen Anbietern.
Butjadingen Neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis spielt die Qualität eine immer größere Rolle bei der Wahl des Urlaubsortes. In dieser Hinsicht kann die Nordseebäder-Gemeinde
Butjadingen wie kaum ein anderer touristischer Anbieter an der Küste punkten. Mit sieben Qualitätsauszeichnungen nehme Butjadingen eine Spitzenstellung ein, freut sich „Kurdirektor“ Robert
Kowitz.
Wie der Geschäftsführer der Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen (TSB) mitteilte, seien die Zertifizierungen der Qualitätsmerkmale in den vergangenen vier Jahren durch wesentliche Anstrengungen
erreicht worden. Die beiden jüngsten Auszeichnungen attestieren jetzt der Kurverwaltung eine besondere Qualität der Dienstleistungen sowie der Spielscheune und der Nordseelagune eine nachgewiesene
Kinderfreundlichkeit. Um das Mitte des Jahres verliehene Qualitätssiegel „ServiceQ“ zu erhalten, musste die Kurverwaltung ihre Dienstleistungen aus der Perspektive der Kunden analysieren sowie
ständig in einem internen Prozess auch optimieren, berichtete Robert Kowitz. Das Zertifikat verdeutliche, dass der TSB das Wohl der Kunden sehr am Herzen liegt.
Orientierung für Planung
Familien bei der Planung ihres Urlaubs als Orientierung dienen soll das Zertifikat „KinderFerienLand Niedersachsen“, das nach dem Tossenser Center Parcs Nordseeküste (die NWZ berichtete) auch die TSB
im Bereich Freizeit und Erlebnis für die Spielscheune und die Nordseelagune erhalten hat. Geprüft wurden die Ausstattung, Serviceleistungen und Sicherheitsaspekte der Einrichtungen, die nun mit dem
Prädikat „besonders kinderfreundlich“ werben dürfen.
Neben der 2011 erfolgten Prädikatisierung von Burhave (mit Fedderwardersiel) und Tossens als staatlich anerkannte Nordseebäder verfügt die Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen über die
Qualitäts-Zertifikate „IQN“ für die gute Wasserqualität in der Nordseelagune, „ILSE“ für die Badesicherheit in der Nordseelagune, an den bewachten Stränden in Tossens und Eckwarderhörne sowie
„I-Marke“ für die gute Beratungsqualität und zusätzlichen Dienstleistungen in den Tourismus-Informationen in Burhave und Tossens. Zudem können dafür geschulte Mitarbeiter der TSB seit 2010
Unterkünfte nach den Regeln des deutschen Tourismus-Verbandes klassifizieren. Mit Qualitätsauszeichnungen seien auch die Förderchancen für weitere Investitionen in die Infrastruktur verbessert
worden, denn bei der Vergabe von Fördermitteln durch das Land Niedersachsen spielten diese Zertifizierungen eine immer größere Rolle. Auf den bisherigen Prädikatssiegel werde man sich aber nicht
ausruhen. Zudem möchte die TSB Partner der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer werden.
Gute Aussichten
Die Aussichten, als eine der wenigen Tourismus-Gesellschaften in Niedersachsen diese Zertifizierung im Bereich Naturschutz zu erhalten, bezeichnete der TSB-Geschäftsführer als gut.
Kreiszeitung Wesermarsch 31.03.12